Mittwoch, 18. Juli 2012

Laufen (Teil 3)

Für alle Interessierten: Teil 1 und Teil 2

Zu allererst möchte ich das Thema Musik ansprechen. Für viele ist Sporttreiben ohne Musik auf den Ohren undenkbar; und auch für mich als riesige Musikliebhaberin gehörte das bisher immer dazu. Da ich aber bis vor kurzem immer nur zuhause Sport getrieben habe, war das auch kein Problem. Wie ich bereits vor ein paar Wochen erzählt habe, besitze ich zur Zeit keinen MP3 Player bzw. habe den letzten nach kurzem Test zurückgeschickt.
Das Laufen fiel mir am Anfang auch ziemlich schwer, so ganz ohne. Ich kann natürlich nur für mich sprechen aber ich habe einen deutlichen Unterschied gemerkt als ich die 2-3 mal mit Musik laufen war. Auch wenn es ungewohnt war mit dem herumhängenden Kabel und mir die Lautstärke einfach nicht genug war, ist es einfach irgendwo soviel angenehmer!! 
Für mich war es einfacher mein Tempo zu halten, bzw. nicht langsamer zu werden; insgesamt ging der Lauf auch irgendwie schneller rum weil man eher "beschäftigt" oder auch "abgelenkt" war, vor allem auch von der Anstrengung. Die habe ich nämlich deutlich weniger angenommen. Und dass es wirklich so extreme Auswirkungen hat, hätte ich vorher nicht für möglich gehalten und es steht fest, dass ich so schnell es geht wieder irgendwie an einen akzeptablen MP3 Player kommen muss ;)

Von vielen Seiten habe ich auch schon gehört, dass sie während des Laufens gerne Hörbücher hören. Ich bin zwar eigentlich gar nicht so der Hörbuch-Hörer (was ein Wort :D), aber ich kann mir schon vorstellen, dass das einen ähnlichen Effekt haben könnte. Und wenn man mal etwas strenger zu sich sein möchte, kann man das auch einfach als Motivation nehmen, laufen zu gehen (oder irgendeinem anderen Sport nachzugehen); wenn man sich sagt, dass man nur beim Sport das Hörbuch weiterhören kann. Voraussetzung ist natürlich ein Hörbuch, was einem wirklich gefällt, welches man also auch gerne weiterhören möchte. Bei Gelegenheit werde ich das auch mal ausprobieren!

Wie wichtig ist euch Musik beim Sport? Seht ihr es ähnlich wie ich oder ist es euch lieber, ganz in Ruhe Sport zu treiben? Oder seid ihr eher der Hörbuchtyp?

Last but not least will ich nun aber auch mal einen Vergleich zum Laufband ziehen.

Generell denke ich dass das Laufband ja bei den Heimgeräten eher etwas weiter hinten auf der Beliebheitsliste steht und da eher ein Fahrrad, Crosstrainer o.ä. bevorzugt werden. Ich kann das auch sehr gut nachvollziehen und euch wirklich nicht erklären, wozu wir uns dieses Ding Mal angeschafft haben (ich könnte hier mehrteilige Romane schreiben, aber darum gehts ja grade nicht ;) ), aber da war es nunmal und ich bin zunächst regelmäßig darauf gelaufen. Das war so im Grunde das erste, womit ich vor gut einem Jahr angefangen habe, als für mich feststand, wieder regelmäßiger Sport treiben zu wollen.
Mir war bereits damals klar, dass es absolut nicht das Selbe ist, wie joggen zu gehen, aber bei meinem ersten Lauf draußen konnte ich das erst wirklich am eigenen Leib spüren ;)
Auch wenn ich während meiner Wochen/Monate Laufband-Laufens tolle Fortschritte gemacht habe; nach 5-10 Minuten "richtig" laufen war ich schon um ein Vielfaches ausgepowerter als nach 30 Minuten auf dem Laufband. Und ich bin eigentlich immer nur aaaaaallerhöchstens 35 gelaufen!

Erster ganz klarer Unterschied ist natürlich (auch wenn das bei moderneren Geräte mittlerweile ja auch irgendwie einstellbar ist) die Steigung. Und ich hab ja bereits berichtet, dass meine Laufstrecke wirklich ein einziges auf und ab ist... Klar kann man beim Laufband die "Intensität" durch die Geschwindigkeit auch regulieren, aber es ist doch gar nicht vergleichbar.
Die Geschwindigkeit betreffend: Wenn man sie einmal einstellt, wird sie auf dem Laufband konstant gehalten, bzw. man kann sie selbst wählen. Das ist einerseits positiv, weil man das Tempo (außer man ändert es) wirklich die ganze Zeit hält; was beim "selbst" laufen nicht immer so ganz kontrollierbar ist. Andererseits ist es dadurch manchmal eher unwahrscheinlicher, dass man das Tempo steigert. Ich habe mir dafür manchmal so einen Plan gemacht (z.B. nach 10 Minuten stelle ich 1 km/h schneller o.ä.), aber bei einer Runde draußen laufen bin ich manchmal gegen Ende einer Runde beispielsweise von selbst ziemlich angespornt, nochmal alles zu geben. Das ist jetzt alles etwas schwerer zu beschreiben, ich hoffe ihr versteht das.
Vorteil beim Laufband ist natürlich die Unabhängigkeit von allen möglichen Umständen. Bei mir war das einzige Problem, dass bei uns manchmal die Sicherung rausflog, als ich Laufband, Licht und Musik zu schnell hinter einander eingeschaltet habe :D
Aber hier ist man natürlich kein bisschen ans Wetter gebunden; mir persönlich beschafft das ja so einige Schwierigkeiten... Gerade jetzt im Sommer ist es im Keller sicherlich angenehmer, als in der Hitze oder aber auch in einen plötzlichen Regenschauer zu geraten.
Positiv war für mich, vor allem zu Anfang, auch die Möglichkeit, mal eine kurze Trinkpause einzulegen. Ich habe mir das wirklich nicht vorstellen können, eine halbe Std. durchzulaufen ohne mal einen Schluck Wasser. Zuletzt hat das aber auch auf dem Laufbandganz gut geklappt.
Ein weichtiger Aspekt ist aber auch einfach die "Atmosphäre". Wie das in einer Großstadt ist, weiß ich nicht; aber hier im Grünen zu laufen macht manchmal einfach gute Laune. Auch ohne Musik ist es mir da manchmal lieber die Vögel zwitschern zu hören und ein bisschen Sonne abzukriegen, als die Geräuschekulisse vom Laufband + Wand vorm Gesicht... Naja, ganz so schlimm wie es sich anhört ist es nicht, aber es hat eben alles seine Vor- und Nachteile.

Zuletzt muss ich euch von meinem letzten Lauf auf dem Laufband erzählen. Nach gut einem Monat laufen im Freien hab ich mich nochmal daran gewagt. Ich wollte nochmal meine Leistung/Ausdauer vergleichen und außer hat es draußen total geschüttet.
Und es ging irgendwie alles soooooo viel besser. Ich bin ganze 45 Minuten durchgelaufen, zuletzt auf einem Tempo, welches ich früher allerhöchstens mal die letzten 2-3 Minuten eingestellt habe. Es war echt anstrengend, keine Frage, aber es ist irgendwie eine andere Anstrengung. Auf dem Laufband komme ich unheimlich ins Schwitzen und bin nachher auch echt ausgepowert, aber beim draußen-laufen geht es nicht nur um einiges schneller sondern man ist auch viel mehr außer Atem. Auf dem Laufband hatte ich beim letzten Lauf nie das Gefühl, nicht mehr zu können, welches draußen oft spätestens nach 10 Minuten einsetzt.

Ich glaube zwischen den Läufen an der frischen Luft ist das Laufband für mich immer noch eine ganz gute Möglichkeit, im Training zu bleiben, wenn es mal wegen dem Wetter nicht so passt oder ich aus welchen Gründen auch immer lieber zuhause bleiben will. Es ist etwas vollkommen anderes, aber dennoch um einiges besser als einfach gar nichts zu tun; und wenn man sich nur mal kurz 10 Minuten aufwärmen will, ist es vielleicht auch ganz gut geeignet. Ich denke auch, im Falle einer Mitgliedschaft im Fitnessstudio ist es manchmal einfach praktischer, das Laufband einem "richtigen" Lauf vorzuziehen, wenn man Cardio und Krafttraining verbinden möchte.

Was haltet ihr vom Laufband? Und wie sind eure Erfahrungen?

Als aaaaaallerallerletztes (jetzt aber tatsächlich :D!!) möchte ich euch noch kurz von meinen zwei Hauptproblemen beim Laufen erzählen.
Wie schon so oft erwähnt ist das an erster Stelle das Wetter. Die perfekten Umstände werde ich wahrscheinlich nie haben, aber es fällt mir unheimlich schwer bei hohen Temperaturen/ in der prallen Sonne laufen zu gehn. Ich muss wirklich versuchen, damit entweder klar zu kommen, oder so zu planen, dass ich es früh morgens oder spät abends noch unterkriege.
Jetzt zum nächsten; bzw. ich glaube es hängt mit dem ersten zusammen. Ich hatte jetzt schon bei mehreren Läufen das Problem, von so seltsamen Insekten gestört zu werden. Ich bin da jetzt nicht hysterisch oder so, ich weiß auch gar nicht, was das für welche waren. Jedenfalls fühlte ich mich da stellenweise wirklich wie ein Magnet (nein, ich leide nicht an Verfolgungswahn ;) )... Und es ist nicht unbedingt so toll, wild fuchtelnd durch die Gegend laufen zu müssen :D Für mich jedenfalls ziemlich unangenehm. Aber wiegesagt, bei kühlerem Wetter sind die lieben Tierchen mir nicht oder kaum begegnet.

Kennt das letzte Problem irgendjemand? Und machen euch Sommertemperaturen beim Sport auch so zu schaffen?

Ohje, das ist ja mal wieder unendlich lang geworden. Dafür war das aber auch wirklich der letzte Teil der Reihe; ich werde euch höchstens mal noch das ein oder andere kurze (!) Update geben ;)

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