Sonntag, 12. August 2012

Umdenken inkl. Entschluss!

Puh, es fällt mir etwas schwer mich an diesen Post zu setzen.
Die letzten Tage hat sich mein Denken in Bezug auf gewisse Dinge ziemlich verändert und zwar in einem Maße, in dem ich es nie gedacht hätte... Denn irgendwie war ganze für mich bisher nie so ein Thema.

Es ist ja nicht so, dass mir das alles noch nie irgendwie zu Ohren gekommen wäre. Letzte Woche habe ich dann aber einige Videos gesehen, in denen es eben nochmal verdeutlicht worden ist, mit allen Infos, die dazu gehören...

Jedenfalls hat das im Grunde dazu geführt, dass ich mich dazu entschlossen habe, mich vegetarisch zu ernähren.

Und eigentlich finde ich das ziemlich lächerlich; da isst man sein Leben lang Fleisch und lässt sich dann von solchen Youtubevideos zu einer anderen Lebensweise überzeugen aufgrund von Tatsachen, die eigentlich klar sein dürften... Also, ihr könnt gerne lachen; ich muss mir da manchmal selbst an den Kopf fassen

Ich find das alles so ein schwieriges Thema.
Ich muss ganz offen sagen, es gibt so viele Dinge, die gegen den Fleischkonsum sprechen, die für mich aber nicht mal so bedeutend sind. Für mich ist nicht mal das ganze Tierleid an sich der Hauptgrund, der mich zu dieser Entscheidung geführt hat, auch wenn das natürlich für die meisten Vegetarier & Veganer mit das Wichtigste dabei ist. Selbst, dass ja im Grunde die Gesundheit in vielen Fällen darunter leidet, war bei mir kein Auslöser für das Umdenken.
Ich finde es eher schockierend, sich mal die Folgen für die Umwelt, seine Mitmenschen und vor allem auch seine Nachwelt vor Augen zu führen. Und letztendlich stand ich einfach da und sah keinen Sinn mehr darin, dieses Produkt zu konsumieren, was eigentlich recht erschreckend ist, weil es so plötzlich kam.

Wie auch immer, ich will hier keinesfalls missionieren oder irgendetwas in der Art (auf anderen Blogs dachte ich mir bei ähnlichen Posts eigentlich immer "oh man, noch eine/r, der so anfängt", da für mich dieser ganze gesunde Lebensstil nicht zwingend mit Vegetarismus einhergeht), ich möchte euch das einfach nur so mitteilen, wie es ist.
Und ich glaube, dass es mir vor diesem Hintergrund, den ich mittlerweile habe, gar nicht schwerfallen wird, weil "Ich WILL kein Fleisch essen" immer etwas komplett anderes als "Ich darf/sollte kein Fleisch essen" ist.

Also: Ich werde ab sofort kein Fleisch und keinen Fisch mehr essen; alle anderen tierischen Produkte werde ich vorerst nach wie vor in meine Ernährung integrieren.
Dennoch sehe ich mittlerweile die vegane Ernährung als die gesündeste an, WENN man richtig informiert & vorbereitet ist, d.h. sie sozusagen "richtig" ausführt. Daher habe ich vor, mich die nächsten Wochen und Monate in diese Richtung vorzubereiten, also nach Alternativen Ausschau zu halten etc. Ich weiß aber noch nicht, wann ich dann wirklich dazu bereit sein werde! Dazu kommen aber sicherlich noch einige separate Beiträge.

Man oh man, ich bin wirklich ziemlich überrascht, wie schnell das so letztendlich gegangen ist. Ich hatte ja nicht die letzten Wochen schon irgendwie ein schlechtes Gewissen und es ganz bestimmt auch nciht dahingehend geplant. Bei mir war es eher so das berühmte "Klick-Machen".

Die größte Herausforderung wird bei mir wohl das soziale Umfeld. Da hatte ich in letzter Zeit wegen meiner Entwicklung in Richtung gesündere Ernährung schon einige Situationen, bei denen ich echt nur mit dem Kopf schütteln kan...
Gestern morgen im Gespräch meinte dann auch noch meine Mutter allen Ernstes zu mir Pflanzen wären ja auch Lebewesen und ich könne ja nicht wissen, ob ich zB. einer Blume wenn ich sie pflücke nicht auch Schmerzen zufüge.Wir redeten eben gerade über Massentierhaltung; ich meinte es wäre sinnlos die Tiere ohne einen Grund zu töten und sie sagte "aber das ist doch ein Grund, dass ich sie essen will". Übrigens ist es ihrer Meinung nach keine Tierquälerei, wenn die Tiere "kurz und schmerzlos" sterben. Dass Mord an einem Lebewesen aber keine Quälerei sein soll, finde ich doch sehr fraglich... Zu dem, was ich ihr dann über Wasserverschwendung usw. erzählt hab, meinte sie einfach nur, die Zahlen könnten ja so nicht stimmen; tolle Reaktion, einfach zu sagen "neeee, so kann das ja alles gar nicht sein" -.-

Und solche Gespräche regen mich dann teilweise echt auf. Wiegesagt, ich will hier niemanden zu etwas überreden oder zwingen und ich möchte niemanden den Fleischkonsum ausreden.
Aber: An der Stelle, an dem man als Fleischesser beginnt, seinen Fleischkonsum mit gesundheitlichen Gründen zu rechtfertigen oder aber (noch schlimmer) die Notwendigkeit des Fleischessens zu rechtfertigen, hört für mich die Toleranz auf.
Ich weiß aber auch, dass die meisten Diskussionen genauso sinnlos wie der eigentliche Grund der Diskussionen sind; und zwar aus Erfahrung, da ich früher genau auf der anderen Seite stand und niiiiichts aber auch rein gar nichts mir irgendwie auch nur den kleinsten Denkanstoß geben konnte.

Für mich waren die Gründe Fleisch zu essen ganz simpel. 1.) Mit hat es geschmeckt und 2.) auch wenns doof klingt, war es so ziemlich der einfachste Weg ordentliche Mengen Eiweiß zu sich zu nehmen, und das auch noch ohne viele Kohlenhydrate und oft ohne viel Fett.
Aber eben gerade diese Tatsache, dass ich keine Notwendigkeit mehr darin sehe, verbunden mit den ganzen negativen Auswirkungen und Folgen war also für mich so die Ursache dafür, es jetzt wirklich als sinnlos anzusehen.

Da ich hier wirklich niemanden angreifen möchte oder ähnliches, verbleibe ich einzig und allein mit der Frage, welchen Eindruck ihr jetzt so von mir und meiner Entscheidung habt.
Und ich möchte eure ehrliche Meinung hören!!!!
Ich würde wirklich gerne wissen, ob ihr es irgendwie ansatzweise nachvollziehen könnt, vielleicht sogar befürwortet oder ob ihr mich verrückt erklärt. Denkt ihr vielleicht, dass ich das sowieso nicht komplett ernst meine und es nur so eine Phase ist?

Kommentare:

  1. Ich finde deine Arguemte vollkommen richtig und verständlich - ich muss gestehen hin und wieder mit dem Gedanken zu spielen Vegetarier zu werden. Ich denke aber dass jeder die Entscheidung für sich treffen soll :)
    Ich würde dir empfehlen es quasi auszuprobieren und zu schauen, ob es etwas für dich ist und wie gut du mit der Situation klar kommst - auf jeden Fall halte ich dich nicht verrückt! Und ob es nur eine Phase ist oder du es komplett ernst meinst, denke ich wird sich mit der Zeit herausstellen!
    Boah und ich bin froh, dass ich nicht alleine bin, die sich durch alle WIAW Posts klickt :D
    Ohja das Workout ist schon heftig - ich hab es mal 4mal hintereinander gemacht und dachte ich sterbe! Ich benutze in der Regel auch die Videos, da es für mich so leichter ist - es sein denn mein WLAN spinnt und die Bilder meine einzige Alternative sind! Ich mache fast täglich Blogilates (außer z.b. Sonntag an meinem Ruhetag) und habe bemerkt, dass sich mein Körper total verändert hat - mein Körper ist definierter und muskulöser und ich habe einiges mehr auf dem Kasten war Sport angeht - anstrengend finde ich es allerdings immer noch :D
    Ich komme in die 13 *waaaah* und im März nächstes Jahr ist alles vorbei O_O
    Wie war das letzte Schuljahr bei dir? Hast du 12 oder 13 Jahre gemacht?
    Alles Liebe und einen schönen Sonntag!

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  2. Ich esse jetzt seit ungefähr einem halben Jahr kein Fleisch und kein Fisch mehr, davor war es auch verhältnismäßig wenig. Ich mache das wie du aus ethischen Gründen und nicht, weil es nicht schmeckt und finde Deine Entscheidung super!
    Den Konsum anderer tierischer Produkte habe ich zuhause nach und nach ziemlich eingeschränkt (keine Kuhmilch mehr, keine Butter oder Sahne, keine Eier). Ich esse wesentlich seltener (und dadurch auch bewusster) Käse als früher. Mir geht es übrigens super mit dieser Ernährungsweise!
    Und ja: überzeugte Fleischesser nerven mich mit ihren "Argumenten" auch, es gibt aber auch viele sehr interessierte Menschen in meinem Bekanntenkreis. VOr allem freut mich, dass meine Mutter jetzt auch versucht, teilweise auf vegetarische bzw. vegane Alternativen umzustellen.

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