Freitag, 7. September 2012

[vegane Gedanken] Fragen über Fragen

Puuuuh, stellt euch schonmal auf einen ellenlangen Post ein (oder ignoriert ihn einfach, falls euch das Thema nicht interessiert, aber das dürfte ja klar sein) ;)

Zuerst kann ich ja schonmal sagen, auch wenn noch keine Review erschienen ist, dass die Sojamilch nun regelmäßig gekauft wird. Ich komme damit echt gut klar; ich möchte zwar auch noch andere Marken und auch andere Sorten/Varianten (Reis-, Hafer-, Mandelmilch etc.) testen, aber das hat Zeit, da ich gerade ziemlich zufrieden mit meiner Wahl bin!

Problematisch ist es bei mir ein bisschen mit der Salatsoße. Den Sojajoghurt kaufe ich bisher noch nicht so regelmäßig, ich würde auch gerne erstmal andere Marken testen, weiß aber nicht, wo ich die her bekommen soll (super, was? :D)... Jedenfalls war bisher Joghurt immer die Hauptzutat in der Salatsoße und mit reinen Essig-Öl-Dressings hatte ich sogut wie keine Erfahrung. Außerdem mag ich die auch nicht so gerne machen, da dann ziemlich viel Fett enthalten ist.
Ein bisschen verzweifelt hab ich dann mal dieses Fertigdressing (von Netto) mitgenommen:


Ich wollte eigentlich nur mal interessehalber schauen, ob es überhaupt solche veganen Dressings gibt, und dann hab ich tatsächlich eins gefunden, dass dann auch noch ohne Öl sein sollte... Gesund ist das ganz sicherlich nicht, ich erspare euch mal die Zutatenliste, aber es war ganz ok und hat mcih ein bisschen durch die letzte Zeit ohne Joghurt gerettet.
Dazu kam dann immer noch ein bisschen Essig und Senf sowie manchmal noch Öl oder Tomatenmark. Da die Flasche jetzt aber leer ist, stehe ich wieder ein wenig ratlos da... Hat jemand einen Tip für mich?

Ich hatte euch ja von unserem Abstecher zu Haribo erzählt und davon, dass ich bewusst auch Süßkram mit Gelatine gekauft habe... Das ist nämlich noch so ein Punkt; noch einiger Sucherei hab ich auch gesehen, dass bei einigen Sachen extra dransteht ohne Gelatine. Aber mir ist aufgefallen, dass das meiste dieses Zeug ist, was ich gar nciht sooo gerne esse, also mit so einer komischen Konsistenz, was total zwischen den Zähnen klebt (zB. diese Erdbeeren, Schlümpfe etc.). Ich tippe mal darauf, dass das daran liegt, dass keine Gelatine drin ist, ein paar saure "Schlangen" oder zB. die Latritzschnecken enthalten auch keine Gelatine, aber nunmal leider das meiste von dem, was mich eher interessiert...
Dann ist mir diese komische Veggie Werbung von Katjes eingefallen und beim nächsten Besuch im Supermarkt hab ich gesehen, dass Einiges von Katjes gelatinefrei ist. (zB. die von mir so geliebten Katzenpfötchen :) )
Mir ist aber dann auch noch Gelatine in anderen Süßigkeiten aufgefallen, zB. Maoam; in Mamba war dann schon wieder keine drin, was ja eigentlich zeigt, dass es nicht sein muss. Und das macht die ganze Sache so unheimlich kompliziert -.-
Achman, mir ist selbst bewusst, dass es hier ausschließlich um Egoismus und meinen "inneren Schweinehund" geht, aber sowas finde ich einfach blöd, dass man dann eben so eingeschränkt ist. Ich denke aber auch, dass man mit der Zeit einfach Sorten kennt, die man gerne mag und die vegan sind.

Kommen wir aber überhaupt erstmal nochmal zum Vegetarismus. Ich hätte es echt nicht gedacht, aber ich habe mit dem Verzicht auf Fleisch GAR kein Problem, also wirklich 0%. Ok, vielleicht, 0,000001%, aber ich finde das total unglaublich. Es ist im Grunde für mich gar kein Verzicht, ich denke da oft gar nicht mehr dran!

Von einer blöden Situation will ich dennoch erzählen. Letztens waren meine Großeltern (+ Onkel) zum Grillen da. Ich bin etwas verspätet dazu gestoßen, naja jedenfalls fing meine Mutter dann an, zu "verkünden", dass ich ja nun kein Fleisch mehr essen würde....
Ich meine... was soll das? Es ist nicht nur meine Sache, sondern sie weiß ganz genau, dass das so ziemlich das letzte Publikum ist, das darauf verständnisvoll reagiert, aber vilt. war das ihre Absicht... Jemand, der sagen wir keine Tomaten mag, rennt ja auch nicht rum "übrigens, ich esse keine tomaten" wenn ihm grad keine angeboten werden o.ä. und das war nichtmal der Fall!

Dazu ist zu sagen, dass dieser Teil der Familie selbst einen Bauernhof hat und dort eben auch Tiere geschlachtet werden, ja ich werde das jetzt nicht verschönt hier hinstellen oder verschweigen, daher kam dann direkt mal die Frage meines Opas "Was? Was soll das denn nun bringen?" oder "Wozu soll das denn nun gut sein" oder in der Art inkl. Lachen und einem Biss in sein Steak :D
Naja, erstmal habe ich niemandem gesagt, dass es irgendwas bringen soll und zweitens finde ich es ist doch vielmehr die Frage was Fleischkonsum bringen soll; das frage ich ja auch nciht in die Runde und rechnen würde damit sicherlich niemand.
Schließlich hab ich versucht kurz und knapp etwas dazu zu sagen, aber natürlich war die Reaktion bzgl. Umwelt nur "achwas" und damit habe ich eigentlich auch schon gerechnet. Jedenfalls finde ich sowas einfach nur ätzend; wenn dann Leute ohne irgendwie informiert zu sein oder eine Ahnung zu haben, aber MEINEN sie haben total die Ahnung und wissen besser Bescheid; und das was nun mal Fakt ist, dann auch noch so runterzuspielen.
Ich war an dem Tag jedenfalls ziemlich genervt, erstmal von meiner Mutter, der ich das ganze zu verdanken hatte, aber auch vom Rest der Familie, besonders für die abschließende Bemerkung (ein Würstchen war übrig geblieben), dass das doch für mich sei (mein Opa musste mich dabei auch noch angrinsen...).
Was solls, mir wäre eine Reaktion à la "aha, ok" wohl am liebsten, aber das Leben ist kein Wunschkonzert, daher muss ich eben damit leben.
Ich will jetzt mal nur am Rande erwähnen, dass mein Onkel Agrarwissenschaften studiert hat und damit dürfte ihm das Thema Massentierhaltung und deren Auswirkungen nicht gerade neu sein.

Unerwarteterweise fehlen mir jedenfalls die Eier bisher auch nicht. Also nach hartgekochtem, Spiegel- oder Rührei hatte ich noch kein Verlangen ;) Diese Woche habe ich mich auch mal an Pfannkuchen mit Leinsamen-Ei probiert; war irgendwie ein totales Desaster :D Hab aber einige Rezepte für vegane Pfannkcuhen gefunden und werde das nochmal austesten.

Schließlich hab ich aber doch welche verwendet; für die Muffins, die ich am letzten Arbeitstag mitgenommen habe. Wie bereits gesagt, hab ich diese nicht versucht zu veganisieren. Das lag nunmal einfach daran, dass ich noch nie vorher vegan gebacken hatte und dann für diesen einen Tag nicht groß rumexperimentieren wollte; schließlich sollten die Muffins ja auch den Kollegen schmecken. Ich hatte eigentlich eine echt tolle Idee, und zwar wollte ich eine vegane und eine nonvegane Variante gleichzeitig machen, dann hätte ich den direkten Vergleich gehabt.
Leider war an diesem Tag aber die Zeit so knapp, dass ich es grade so überhaupt noch geschafft habe, die Muffins fertig zu backen und die Küche ganz ordentlich verwüstet habe (nein, Zeit zum Aufräumen hatte ich dann acuh keine mehr)...
Diesen Vergleich will ich aber auf jeden Fall nachholen!


Kommen wir mal zu Margarine. So ganz den Durchblick habe ich immer noch nicht, aber bis vor kurzen dachte ich ja, dass Pflanzenmargarine vegan ist (warum auch nicht), was aber ja anscheinend gar nicht so ist. Wiegesagt 100%ig hab ich das immer noch nicht raus, aber fürs Backen hab ich mir nun einfach mal Alsan-S gekauft. Komplett vegan und nicht so teuer wie ich gedacht habe. Verglichen mit Butter ist der Preis sogar echt ok.
Für 250g hab ich 0,75€ bezahlt bei Rewe. Es gab auch noch andere (Sojala, Deli), aber da bin ich mir noch nicht so ganz sicher, was jetzt komplett vegan ist und was nicht.
Aber wie zum Teufel soll man das auch herausfinden, wenn es nicht draufsteht. Dass zum Beispiel irgendwelche zugesetzten Vitamine irgendwie tierischer Herkunft sein sollen, hab ich gehört. Und wer sagt einem das bitte?
Und was mit (Mono- und Diglyceride von) Speisefettsäuren gemeint ist, weiß ich nun mal auch nicht, sind das pflanzliche Fettsäuren oder doch nicht?
Und diesen Ausdruck habe ich schon soooo oft gelesen, dass ich das echt mal gerne wissen würde (schreibt mir bitte wenn ihr das wisst!!!)

Nagut, Wikipedia Zitat:

"Mono- und Diglyceride werden aus Fettsäuren und Glycerin hergestellt, die in der Regel pflanzlichen Ursprungs sind. Für Vegetarier und Veganer ist zu beachten, dass Speisefettsäuren sowie Glycerin auch tierischen Ursprungs sein können."

Was sagt mir das jetzt bitte? Oder vielmehr: wie hilft es mir weiter????

Eine andere Sache ist zB. Lecithin. Oft steht ja Soja- oder Sonnenblumen- davor, aber immer ist das auch nicht der Fall....

Fürs Backen hab ich mich dann auch auf die Suche nach Schokolade gemacht. Ich dachte ja, dass ich mit diesen 70-80%igen Bitterschokoladen ganz gut dran bin. Die gibts beim Discounter für unter einen Euro und da ich nicht sooo viel davon verbrauche ist das ok....
Allerdings haben wir sonst immer diese 35ct Vollmilch Schokolade benutzt und ich finde im Kuchen schmeckt man da auch keinerlei "Qualität" raus, cih würde niemals Milka o.ä. verbacken.
Jedenfalls hab ich dann auch Neugierde doch mal bei diesen Billigschokoladen geguckt, eigentlich mehr automatisch (der Blick auf die Zutatenliste ist schon fast Routine geworden, ich suche dann teilweise quasi nach irgendetwas wie Milcheiweiß, Vollei, Butterreinfett, Laktose, Süßmolkepulver usw...). Aber: bei Lidl blieb da der Fund aus.


Und diese Bitterschokolade ist somit wirklich vegan (bis auf "Spuren von...") und kostet nur 0,39€ pro 100g. Und damit hatte ich echt nicht gerechnet, weil ich der Meinung bin bei Rewe ("ja!") irgendetwas tierisches in den Zutaten gefunden zu haben. Aber es ist nunmal tatsächlich von Supermarkt zu Supermarkt unterschiedlich.... Hier der Beweis:


Bei Netto ist diese Schokolade übrigens auch vegan; war vorhin da und wollte mal nachgucken, ob Lidl da die Ausnahme ist. Das hat mich nämlich immens gefreut, dass ich da so schnell und unkompliziert eine Alternative zum Backen gefunden habe (das hat mich bei Aldi sowieso gestört, dass sie diese Schokolade nur in Vollmilch und Haselnuss haben und nicht in Zartbitter).

Uuuund ich habe noch ein wirklich tolles Schoko(!!!)-Kirsch-Müsli gefunden, was ebenfalls vegan ist. Ich hatte ja schon zuvor erwähnt, dass ich noch eins angebrochen habe, welches leider Honig enthält. Und so dachte ich auch, dass hier entweder Honig, oder aber irgendetwas milchiges wg. der Schokolade enthalten sein würde. Aber: Fehlanzeige. Normalerweise kaufe ich ja sowieso nicht so dieses Markenzeugs, aber dieses Müsli hat mich schon länger immer so angestrahlt, ich liebe Zartbitterschokolade einfach und in Kombination mit Kirsch :-O


Übrigens hatte ich es gerade im Angebot erwischt, also wars nochmal etwas günstiger. Ab und zu werde ich mir das denke ich mal kaufen, denn es schmeckt ganz nebenbei erwähnt superlecker. Und die Nährwerte sind auch nicht so gaaanz unter aller Sau ;)

Vorhin haben wir Eis gekauft, meine Mutter isst im Moment diese Kaktuseis total gerne, bzw. wir haben immer diesen Abklatsch von Aldi. Jedenfalls bin ich wie gewohnt die Zutatenliste durchgegangen und habe schon damit gerechnet, Gelatine zu finden... blabla, Sojalecithin, blabla, Stabilisator: Johannisbrot- und Guarkernmehl (wow, also keine Gelatine???); blabla.... Und als vorletzte Zutat: Milchzucker!
Aaaaah, das gibts doch nicht. Also ich bin überhaupt nicht so scharf auf das Eis, nur mittlerweile freue ich mich über jede rein pflanzliche Zutatenliste, auch wenn ich an einem Produkt gar nicht interessiert bin. Und was soll das? Ich kann mir da nicht wirklich einen Nutzen von vorstellen; schließlich ist genug Zucker und Glukosesirup dadrin, dass es schon total süß-pappig schmeckt. Und es ist ein einfaches Wasser-/Fruchteis, also was haben so Minimengen an Milchzucker dadrin zu suchen?
Sowas ärgert mich manchmal echt, denn da denke ich mir, dass man es hätte vermeiden können und dadurch das Produkt nicht mal ansatzweise irgendwie verändert/verschlechtert hätte...

Ich hätte sogar noch einige Themen mehr anzusprechen (kaum zu glauben :D), aber ich denke ,die gibt es dann beim nächsten Mal! Bis später :)

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...