Freitag, 21. September 2012

[vegane Gedanken]Kalorienverteilung, Begrifflichkeiten,...

Ich wette, dass es wieder ein ziemlich langer Post wird, daher hab ich im Titel schonmal einige der Themen genannt. 

Als erstes möchte ich die Kalorienverteilung ansprechen, wie ich es jetzt mal genannt habe. Mir geht es dabei um die Anteile an Eiweiß, Kohlenhydraten und Fetten an der Ernährung.
Bei mir war es bisher (vergangenes Jahr) so, dass ich versucht habe viel Eiweiß zu mir zu nehmen und die Kohlenhydrate etwas zu reduzieren; vor allem gegen Abend. Fette habe ich gemäßigt zu mir genommen, meistens habe ich fettärmere Alternativen gesucht/bevorzugt.
Bei der veganen Ernährung sehe ich beispielsweise in den Fetten überhaupt kein Problem. Es sei denn, man isst alles nur frittiert oder konsumiert 3 Gläser Erdnussbutter pro Tag.
So wie ich das aber sehe, wäre die komplette Ernährung dann doch sehr kohlenhydratreich, also mein bisheriges "Konzept", wenn man das überhaupt so sagen kann, wäre nicht mehr so für mich durchführbar; also sollte ich mir doch da mal Gedanken drüber machen, wie sich das so verändern wird.

Ich denke, ein sehr guter Weg ist hier, zu versuchen, weniger Brot, Nudeln, Reis etc. zu essen und die Kohlenhydrate eben hauptsächlich aus Obst, Gemüse & Hülsenfrüchten zu sich zu nehmen. Allerdings weiß ich nicht, ob das in der Umsetzung so klappt. Die letzten Tage/Wochen ist das bei mir aber irgendwie auch schon so gelaufen, aber nicht mal wirklich absichtlich. Okay naja, Brot und Müsli sind bei mir definitiv noch oft auf dem Plan; aber Nudeln und Reis esse ich so selten wie sonst nie zuvor.
Eine andere Frage, die ich mir sehr oft stelle ist, ob ich denn nun genug Eiweiß zu mir nehme und woher ich das überhaupt nehmen soll? Ich bin wirklich die letzte, die sagt, man müsse sich mit tierischen Produkten ernähren, da sonst irgendwelche Mangelerscheinungen auftreten! Aber: Ich habe bisher einfach genauso wenig Ahnung wie Leute, die so etwas behaupten.
Und gerade, da ich ja die letzten Monate recht sportlich geworden bin, bzw. da wieder hin möchte (!!!), sind mir die Eiweiße eben sehr wichtig. Ich hab auch schon von pflanzlichem Eiweißpulver gehört, welches ich zumindest mal gerne Ausprobieren würde. Mal ganz abgesehen von den Preisen weiß ich aber gar nicht, wo ich das herbekommen soll.

Es hat sich jedenfalls schon eine Menge für mich verändert; nicht speziell seit ich vegetarisch lebe oder oft vegan koche, dennoch wurde es dadurch nochmal verstärkt. Früher habe ich mein esse so "geplant": Erst stellte ich mir die Frage "Kartoffeln, Reis oder Nudeln?" und dann "Was mache ich dazu?". Ok, es gab auch mal irgendetwas ohne die drei Beilagen (Suppe, Pfannkuchen, Milchreis, whatever); aber größtenteils habe ich eben so gedacht.
Mittlerweile gucke ich meistens einfach was an Gemüse da ist, dann frage ich mich, ob es das in roher, gekochter, gebratener... Form geben soll und daaaann denke ich evlt. noch an eine Beilage. Und das ist kein Zwang oder so, sondern vollkommen automatisch so und ich finde das super!

Mein Frühstück hat sich dahingehend verändert, dass ich wirklich meistens mit Müsli in den Tag starte. Manchmal hab ich echt ziemlichen Hunger und kann es gar nicht abwarten, da geht das einfach am schnellsten. Ansonsten gibt es auch manchmal Brot mit Marmlade, Nussmus oder auch irgendeinem Aufstrich +Gurke, Tomate, Salat o.ä.
Räuchertofu als Brotbelag war echt eine geniale Idee; schmeckt nämlich wahnsinnig gut!
Sobald ich mal ein "Universalrezept" für Pfannkuchen, French Toast o.ä. raushabe, was mir auch gelingt und schmeckt; werde ich diese natürlich auch wieder integrieren!

Ich habe jetzt auch schon ein paar Mal vegan gebacken, vor habe ich sogar tatsächlich so ein Backexperiment durchgeführt; also ein Rezept vegan als auch nonvegan zusammengerührt. Dazu kommt nochmal ein gesonderter Post, jedenfalls habe ich dabei auch erstmals Alsan getestet, da alle Rezepte davor ganz ohne Butter/Margarine ausgekommen sind.
Die Muffins hattet ihr schonmal kurz im letzten Wochenfazit zu sehen bekommen, das waren aber die nonveganen!

Sehr viel habe ich auch über den Begriff "Veganismus" selbst, bzw. über dessen eigentliche Bedeutung nachgedacht. Und ich glaube, das was darin alles beinhaltet ist, war und ist gar nicht meine Intention.
Daher ist das für mein "Vorhaben" wohl ein falscher Begriff; mir geht es hier weitestgehend um eine pflanzliche Ernährung.
Wollklamotten besitze ich zwar beispielsweise gar keine, dafür Ledergürtel und -schuhe. Und ich weiß gar nicht, ob ich in Zukunft darauf verzichten werde. Ich finde es zwar nicht unabdinglich, aber ehrlich gesagt habe ich mir darüber noch kaum Gedanken gemacht. Jaa, tatsächlich ;). Ich mag mir ja wirklich viele Gedanken um das komplette Thema machen; aber sicherlich nicht zu jedem klitzekleinen Aspekt, den diese Lebensweise (die es ja eigentlich ist!) ausmacht.
Kosmetik spielt bei mir ja auch eine nicht ganz unbedeutende Rolle. Darüber hab ich jedenfalls schon OFT nachgedacht; und ich gebe zu, dass ich da wirklich nicht sehr konsequent bin.
Ich achte zwar ansatzweise/einigermaßen auf die Inhalttsstoffe (v.a. Silikon & Mineralöle meide ich) und bin dadurch eben schon bei einer Menge Naturkosmetik gelandet; die ja auch häufig vegan ist. Aber das sind ja definitiv nicht Alle, mal ganz abgesehen von aller konventionellen Kosmetik, die ich kaufe, besitze und somit ja auch untersütze.
Aber ganz ehrlich: Darauf WILL ich auch gar nicht so explizit achten. Und bei dieser Einsicht ist bei mir auch Schluss. Zu einer überwiegend pflanzlichen Ernährung habe ich mich vollkommen frei entschlossen, das ist kein Zwang o.ä.; das MÖCHTE ich so! Aber mich nur irgendwie einzuschränken, um mich dann stolz "Veganerin" nennen zu dürfen ist absolut nicht mein Ding.

Das heißt auf gar keinen Fall, dass ich den Veganismus als solches verteufele, im Gegenteil. Ich bin auch nicht neidisch oder so; ich würde mich jetzt mal etwas neutraler als Befürworterin bezeichnen. Versteht jemand meine Ansichtsweise?

Eine andere Sache: Ich habe immer noch ein paar Käsescheiben (Schmelzkäse light) übrig, von denen ich in letzter Zeit ab und an mal eine aufgebracuht habe. Dann habe ich mir mal die Verpackung etwas genauer angeschaut. Ich hatte schonmal etwas darüber gelesen und da stand es schwarz auf weiß: "tierisches Lab enthalten". Immerhin ist es deklariert, davon hatte ich zuvor noch nie auf einer Packung gelesen und die "studiere" ich quasi so gut wie immer,
Allerdings habe ich noch nicht so gaaaanz verstanden, worum es sich dabei genau handelt, deswegen möchte ich mich hier nicht als Neunmalklug darstellen ;)

Ähnlich wie bei Gelatine würde ich einfach gerne mal wissen, ob das denn überhaupt unter vegetarisch gezählt werden kann. Versteht jemand meine Frage? Also bezieht Vegetarismus den Verzicht auf solche Produkte auch mit ein, oder geht es nur um Fisch & Fleisch (die ovo-lacto-Unterteilung kenne ich bereits, aber was ist denn mit solchen "Nebenprodukten"??)

Nunja; wie schon beim letzten Mal mache ich hier einfach einen Cut, obwohl ich eigentlich noch diverse andere Dinge ansprechen wollte.... Alles zu seiner Zeit ;)

Kommentare:

  1. Hallo du! :)

    Ich bin vor ein paar Tagen Leserin deines Blogs geworden und habe auch gelesen, dass du Ökotrophologie studieren wirst. Wo studierst du denn? Ich werde es nächstes Jahr (hoffentlich) an einer FH studieren. Seit einer Woche bin ich bemüht meine Ernährung auf "Vegan" umzustellen.
    http://vimeo.com/9582530#
    http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=vjdL6ZldCLc
    (Diese Videos kann ich dir sehr empfehlen.)

    Es gibt so viel Infomaterial im Internet, so viele tolle Rezepte ... das ist Wahnsinn! :-) Im Internet sind ebenfalls Nährwerttabellen zu finden, da entdeckst du schnell neue Eiweißlieferanten. (z.B. Nüsse, Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne, Sojaprodukte, Linsen, Erbsen, getrocknete Aprikosen ...)

    Meiner Meinung nach schließt Vegetarismus den Konsum von Gelatine, so wie Käse aus tierischem Lab aus. Es gibt aber auch Gummibärchen ohne Gelatine und Käse der aus mikrobiellem Lab gewonnen wird (so musst du also auf nichts verzichten)

    Schau doch mal hier vorbei: http://veganstart.peta2.de/ da habe ich mich auch vor ein paar Tagen registriert.

    Viele liebe Grüße :-)

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    1. Schaue mir grade eins der Videos an; habe in der letzten Zeit schon viele solcher Videos gesehen und finde solche Aufklärung einfach super!

      Das Problem was ich bisher mit diesen alternativen Eiweißquellen habe ist, dass im Vergleich zu einigen tierischen Lieferanten zusätzlich einiges an Kohlenhydraten und/oder Fett enthalten ist. Das ist ja nicht grundsätzlich schlecht, aber es ist eben ein Unterschied!
      Wie schonmal im einem vegane Gedanken - Post erwähnt finde ich das mit den Gummibärchen recht kompliziert. Ja, letztendlich ist es Schwachsinn, es sind ja nur Gummibärchen, aber die esse ich eben gerne :D Und einen Unterschied in der Konsistenz gibt es da in den meisten Fällen auch; vielleicht kenne ich auch einfach zu wenige Produkte.
      Beim Käse finde ich es sehr schade, dass es eben oft nicht deklariert ist; der Schmelzkäse war das erste Produkt, auf dem ich überhaupt von Lab gelesen habe...

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  2. vegane infos hast du ja schon genügend bekommen... ;)
    zum eiweiß dann nochmal: von alnatura sojakerne sind klasse fürs müsli! wenig kohlenhydrate, viel eiweiß! ;)
    und an pflanzlichen eiweißpulvern gibt es neben soja noch erbsenproteinpulver, hanfproteinpulver und reisproteinpulver.
    also wenn du daran wirklich interesse hast, kann ich dir noch genauer versuchen zu beschreiben, wie die so schmecken und für was sie gut sind. ;) preise gibt´s hier: http://www.myprotein.com/de/cats/protein/vegan-protein (oh und einen mix aus allen dreien gibts sogar auch schon... :D)
    liebe grüßle

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    1. Solche Sojaflocken o.ä. hatte ich auch schonmal online entdeckt. Wie schmecken die denn so?
      Eine genauere Beschreibung/ Vergleich wäre super!!! Vor allem interessiert mich auch hier der Geschmack. Auf der Seite gibt es ja beispielsweise auch aromatisierte, aber da habe ich dann Süßstoff in der Zutatenliste gefunden, daher wäre mir "neutral" schon lieber. Kann mir das beim besten Willen aber nicht vorstellen. Gerade bei Hanf habe ich absolut keine Vorstellung vom Geschmack^^

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  3. ich finde es total spannend deinen umstieg ins vegane essen mit zu verfolgen! ich finde es dabei auch gar nicht schlimm, dass du dich auf die ernährung konzentrierst und nicht auch auf andere sachen.
    ich mein, nur weil ich zum beispiel fleisch esse, muss ich im umkehrschluss ja auch nicht jedes tier, das mir unter kommt, in essen verwandeln. so musst du auch nicht jedes tier versuchen zu retten. (dummer vergleich, aber ist doch so!)

    wenn ich koche, geht es mir übrigens genauso wie dir: ich gucke zuerst, welches gemüse da ist und worauf ich lust habe und dann such ich die beilagen dazu aus. das einzige gericht, das bei mir gemüse als beilage hat, sind spaghetti mit selbstgemachter knoblauch-tomtatensauce. ;)

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    1. Ja, ich verstehe absolut was du meinst, genauso sehe ich das ja auch. Bloß habe ich das eben schon desöfteren als Kritikpunkt bei anderen Veganern gelesen (Youtube). Nur weil man auf Fleisch oder tierische Produkte verzichtet, muss man ja nicht gleich die ganze Welt retten...

      Okay, manchmal gibt es auch ein absolut gemüsefreies Essen, aber das wird mittlerweile immer weniger. Ich esse aber auch wirklich gerne süße Sachen wie Milchreis, Dampfnudeln, süße Aufläufe etc.

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