Dienstag, 26. April 2016

Kleine Tour durchs Siebengebirge

Letzte Woche ergab sich die perfekte Gelegenheit, um in die "Wandersaison 2016" zu starten und so hab ich nach der morgendlichen Vorlesung meine Sachen gepackt und hab mich aufgemacht.

Ich war zwar im letzten Jahr schon ein paar mal Wandern, aber jetzt bin ich zum ersten Mal alleine losgezogen. Nach dem HM brauchte ich schließlich ein neues Abenteuer :D Das hat anfangs etwas Überwindung gekostet, aber ich bereue es überhaupt nicht. Erstaunlicherweise sind mir im Laufe des Tages einige Leute begegnet, die auch alleine unterwegs waren und damit habe ich mich nur bestätigt gefühlt.

Es war so schönes Wetter und mit dem Siebengebirge vor der Tür bietet sich so eine Tour einfach an ♥ Ein bisschen beruhigt hat es mich auch, dass ich den Weg (umgekehrt) vor knapp einem Jahr bereits gegangen bin. Nun wollte ich aber nicht die ganze Etappe gehen, sondern hauptsächlich erneut den tollen Ausblick vom Geisberg genießen und dann im besten Fall auch noch auf den Petersberg.


Für diesen Bericht ist das natürlich ein bisschen schade, da ihr im Grunde nichts neues zu sehen bekommt. Da muss ich euch leider auf weitere zukünftige Wanderungen vertrösten...

Wie gesagt war es für zunächst ein mulmiges Gefühl, aber als ich erstmal richtig auf dem Rheinsteig angekommen war, hatte sich das auch so gut wie erledigt. Es war dann nur noch die pure Freude darüber, dass ich losgegangen bin und mir nicht im letzten Moment noch anders überlegt habe. Es war richtig toll, mal wieder aus der Stadt und überhaupt der Zivilisation raus zu kommen und nur Natur um sich zu haben.

Dementsprechend war ich so ziemlich am Dauergrinsen, erst recht als ich es dann auf den Geisberg geschafft hatte. Da oben ist es sooo schön! Man konnte erstaunlich weit gucken und dank überdachtem Pavillon auch geschützt vor der Prallen Sonne sitzen. Dort habe ich dann eine längere Pause eingelegt, ein wenig gelesen und mir mein Mittagessen schmecken lassen.


Ich muss schon sagen, dass es noch wärmer war als erwartet. Bereits nach meiner Anfahrt habe ich von Top + Langarmshirt zum T-Shirt gewechselt und ich war echt heilfroh, die Sonnenbrille dabei zu haben.

Dann ging es eine Weile bergab, bis der Aufstieg zum Petersberg anstand. Der ist ganz schön steil und ich hatte ein bisschen Respekt davor. Ich war zwar schon dort, aber zu zweit ist das was ganz anderes, zumal mir da oft mein Gepäck abgenommen wurde :) Ich hatte aber ohnehin keinen allzu schweren Rucksack gepackt.
Als ich das 1,8km-Schild gesehen habe, hab ich mir für das Stück noch leise Musik auf die Ohren gepackt und mich dann liederweise vorgekämpft. Ihr glaubt gar nicht, wie lang 1,8 Kilometer sein können :D

oben angekommen
Übrigens bin ich auf der ganzen Tour ein paar Mal vom Weg abgekommen. Irgendwann kommen aber immer wieder Wegweiser und man findet zurück. Oder aber man wirft den Plan über den Haufen und sieht irgendwas anderes. Schlimmstenfalls muss man eben einen Umweg gehen; so oder so ist das aber gar kein Problem.

Jedenfalls, wenn man wie ich an dem Tag absolut keinen Zeitdruck hat. Ich hab mir wirklich Zeit gelassen! Schließlich geht es dabei ja auch nicht darum anzukommen - oder um es ganz klischeehaft auszudrücken: Der Weg ist das Ziel ;)


Leider kann ich das alles mit meiner kleinen Digitalkamera nicht im geringsten festhalten. Ich hoffe aber, ich konnte euch wenigstens einen Einblick in meine Wanderung geben.
Herausgekommen bin ich schließlich wie geplant (nimm das, Orientierungslosigkeit!) in Oberdollendorf. Die Ecke hat mir echt gut gefallen, sehr schöne Häuser, Gärten und Gassen ♥

Mein Fazit: Ich will überhaupt nicht leugnen, dass man sich zu zweit sicherer fühlt! Es könnte ja irgendetwas passieren, bei dem man sich selbst nicht helfen kann. Wenn das auch alles sehr unwahrscheinlich ist - ängstliche Menschen wie ich werden wissen was ich meine.
Dennoch habe ich vorab ein wenig darüber gelesen und es stimmt wohl, dass die Wahrscheinlichkeit höher ist, dass mir abends allein in der Stadt irgendwas passiert - was häufiger mal der Fall ist.


Bei mir überwiegt da einfach die Vorfreude auf die Wanderung und das will ich mir nicht nehmen lassen. Ich glaube man macht sich darum einen zu großen Kopf und letztendlich ist es halb so wild. Zudem gibt mir im Moment der Rheinsteig noch ein gewisses Sicherheitsgefühl. Ich glaube, solange ich da noch nicht alle interessanten Strecken abgegangen bin, wird das mein go-to-Wanderweg bleiben. Die Strecke ist ja recht bekannt und demnach gibt es auch reichlich Wegweiser, Karten etc. unterwegs und man trifft auch immer mal wieder andere Wanderer. Übrigens waren das in meinem Fall hauptsächlich Senioren; wirklich bewundernswert, ich würde in dem Alter gerne auch noch solche Ausflüge machen!

Falls ihr also schon immer mal gerne wandern gehen wolltet, kann ich euch nur dazu ermutigen, es auch in die Tat umzusetzen, ob mit oder ohne Begleitung. Man sollte sich vorab natürlich informieren, kann sich aber auch ggf. später noch mit Karten oder GPS helfen. Und wenn man sich mal verläuft, ist das absolut kein Grund zu verzweifeln.
Vilt. habe ich ja dem ein oder anderen Lust auf eine Frühlingswanderung gemacht :)

Was macht ihr denn so an den schönen sonnigen Tagen, wenn ihr Zeit habt?

Donnerstag, 21. April 2016

Alternative Duschprodukte im Test

Wie angekündigt möchte ich auch wieder mehr über andere Themen schreiben, so zum Beispiel Kosmetik. Heute soll es um verschiedene Duschprodukte gehen, die ich in letzter Zeit getestet habe.

Meine Sammlung an Duschgel ist in den letzten Monaten leider wieder gewachsen... Was wahrscheinlich auch daran liegt, dass ich derzeit gar kein herkömmliches Duschgel benutze. Im Folgen seht ihr die drei Alternativen, die bei mir in der Dusche stehen/standen. Die einzige Gemeinsamkeit ist wohl, dass ich mir keines davon selbst gekauft habe ;)

Wellness & Beauty Duschöl "federleicht unbeschwert"

Für dieses Produkt habe ich mir einen Rossmann-Coupon erspielt. Sonst hätte ich es mir sicher nie zugelegt, da mich Duschöle bisher nie sonderlich überzeugen könnten. Zumal dieses hier nicht gerade günstig ist (3,99€ für 250 ml). So war ich dann aber doch gespannt, da ich lange kein Duschöl mehr verwendet hatte und dieses hier einen relativ hochwertigen Eindruck machte.


Vom Geruch war ich leider ein bisschen enttäuscht; irgendwie hatte ich auf etwas anderes gehofft als den typischen 0815 Duschöl-Geruch. Aber ich finde nicht, dass es anders riecht als ein billigeres Duschöl von z.B. Balea. Ich weiß auch gar nicht, warum alle Duschöle diesen charakteristischen Duft haben (müssen?), jedenfalls ist er nicht so ganz mein Favorit.

Für den Spender gibt es aber definitiv einen Pluspunkt! Daraus lässt sich das Öl gut dosieren und im Gegensatz zu vielen anderen Produkten ist es flüssig genug, sodass es mich nicht stört, die Flasche nicht auf den Kopf stellen zu können.


Ein weiterer typisch-Duschöl-Aspekt ist, dass ich es vergleichsweise unergiebig finde. Dafür lässt es sich gut auftragen, schäumt dabei leicht und ist tatsächlich pflegender als die üblichen Duschprodukte. Besonders bei trockener Haut also zu empfehlen; ich habe es daher gerade in den noch kälteren Monaten benutzt. Ich würde aber nicht so weit gehen zu sagen, dass man bei regelmäßiger Benutzung vollständig aufs Eincremen verzichten kann.

Mein wohl größter Kritikpunkt ist die Reinigungswirkung: Im Normalfall finde ich diese ausreichend, aber nach dem Sport traue ich dem Produkt keine völlige Reinigung zu. Danach würde ich mich einfach nicht richtig sauber und erfrischt fühlen - aber auch gilt wieder nicht spezifisch für dieses Produkt sondern Duschöle generell!


Mein Fazit ist daher, dass ich nun immer noch kein Fan von Duschölen bin ;) Es ist kein schlechtes Produkt und mit der Anwendung sowie Pflegewirkung bin ich auch sehr zufrieden, aber das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt hier in meinen Augen nicht so ganz.

treaclemoon Körperpeeling one ginger morning

Das nächste Produkt war ein Geschenk, über das ich mich sehr gefreut habe, da ich bereits das entsprechende Duschgel mochte und auch die Peelings ganz ansprechend finde.

Der Duft ist wie gewohnt spritzig-frisch, hat in meinen Augen mit (natürlichem) Ingwerduft aber nichts zu tun. Mich erinnert es eher an Limette, es geht auch leicht in Richtung Cola. Leider muss ich sagen, dass ich die Sorte nicht mehr sooo klasse finde, seitdem ich das Zitronenduschgel getestet habe, aber das ist einfach Geschmackssache ;) Schade, dass es von treaclemoon nicht zu allen Düften auch ein solches Peeling gibt!


Aber jetzt zu einem Thema, was vielen vilt. schon zum Hals heraus hängt, ich aber nicht auslassen möchte: Mikroplastik. Ich selbst habe die Problematik etwas unterschätzt, da ich gar nicht wusste, dass sie außerhalb von Peelingprodukten auch eine Rolle spielt... Ich habe meine Informationen übrigens vom BUND, falls ihr etwas davon nachlesen wollt.

Jedenfalls ist es wohl bei diesem Peeling so, dass das Mikroplastik nicht zu Peelingzwecken eingesetzt wird (davon gehe ich aus, da es relativ weit hinten steht), aber es ist nun mal enthalten! Ich bin im Moment sehr verunsichert, da es so scheint, als sei es in sehr viel mehr alltäglichen Produkten enthalten, als ich dachte. Und ich kenne mich wirklich zu schlecht damit aus, um groß darüber zu schreiben.
Allerdings finde ich dafür, dass sich die Marke so umweltfreundlich darstellt, kann das eigentlich nicht sein! Auch wenn es nur kleine Mengen sind; dazu kommt noch, dass schon an dritter Stelle der Inhaltsstoffe Mineralöl steht!


Anders als ich dachte ist es ein reines Peeling, schäumt also nicht auf, allerdings finde ich die Reinigung (im Gegensatz zum Duschöl) trotzdem ausreichend. Positiv überrascht haben mich die Peelingpartikel: die sind schön klein, aber es gibt auch genug davon, um den Namen zu rechtfertigen ;) Oft habe ich mir schon bei Produkten gedacht "bei der minimalen Peelingwirkung hätte man es auch bleiben lassen können".

Den Effekt finde ich sehr angenehm und es bleibt ein leichter Film auf der Haut zurück. Allerdings nur minimal, die Haut fühlt sich einfach etwas glatter an als sonst nach dem Duschen, ganz logisch bei der Kombination aus Peelingpartikeln + Öl. Ich würde das Peeling aber wohl nicht jeden Tag benutzen, auch wenn das laut Aufschrift wohl möglich ist.


Insgesamt finde ich es sehr schade, dass ich mit den Inhaltsstoffen nicht so zufrieden bin, denn das Produkt an sich überzeugt mich ausnahmsweise! Mittlerweile mische ich mir aber mein Peeling meistens selbst und allein aufgrund der Inhaltsstoffe würde ich euch von diesem Körperpeeling abraten.

LUSH Shower Jelly Sweetie Pie

Auch dieses Produkt war ein Geschenk :) Es wurde mir aus dem Ausland mitgebracht, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass es das auch bei uns gibt (glaube, mal auf YouTube davon gehört zu haben). Ich hatte zuvor noch nie etwas von Lush getestet und Duschjelly kenne ich auch sonst von keiner anderen Marke.

Von mir wird es liebevoll "Duschschwabbel" genannt :D und es hat mich von Anfang an fasziniert. Die Konsistenz ist wirklich komplett wie Wackelpudding, definitiv ungewohnt, aber auch sehr witzig. Wie man sich vilt. schon denken kann, macht das die Handhabung aber nicht gerade einfach.


Grundsätzlich wird es wie ein Seifenstück verwendet, man geht damit also direkt über die Haut. Ich weiß nicht genau, wie es gedacht ist, aber ich verwende nie den ganzen Inhalt auf einmal. Allerdings habe ich mit der Zeit rausbekommen, dass es doch besser ist größere Stücke zu verwenden (so wie man mit Seifenresten auch schlecht umgehen kann). Selbst diese "zerfleddern" leider nach ein paar Mal benutzen und vor allem am Anfang ist mir sogar das größere Stück häufig mal aus der Hand gerutscht. 

Ich kann mir gut vorstellen, dass das vielen zu nervenaufreibend ist... Ich denke, es ist nicht für eine zwei-Minuten-ruckzuck-Dusche geeignet und anfangs sehr ungewohnt, aber dafür ist es auch ein besonderes Duscherlebnis und nach ein paar Malen hat man den Dreh einigermaßen raus.


Ich finde es allerdings schade um das Produkt, dass so viele kleine Stückchen verloren gehen. Und trotzdem ist das Produkt viel ergiebiger als erwartet. Ich kann jetzt keine genauen Angaben machen, da ich es parallel/abwechseln mit dem Duschöl unter der Dusche verwendet habe, aber es hält schon sehr lange!

Zunächst habe ich an der Reinigungswirkung gezweifelt, bzw. konnte mir das bei so einem Jelly nur schwer vorstellen, aber sie ist extrem gut! Ich war erstaunt, dass ich mich danach so richtig sauber fühle. Übrigens steht auf dem Becher, dass man das Jelly auch für die Haare verwenden kann. Das habe ich aber noch nicht ausprobiert und stelle es mir da noch schwieriger vor, das Produkt gut zu verteilen...

Mein persönliches Manko ist der Duft. Den finde ich sehr speziell - schwer zu beschreiben, aber hauptsächlich süß. Auf dem Behälter stand was von cherry und coconut, was ich ehrlich gesagt aber nicht heraus riechen kann (auf Kokosnuss wäre ich definitiv nicht gekommen!). Ich hab ihm echt eine Chance gegeben, aber leider ist er nicht so ganz mein Fall. Wahrscheinlich gibt es davon aber auch noch andere Varianten, im Sortiment von Lush kenne ich mich aber überhaupt nicht aus.


Ich finde, so ein Jelly ist auf jeden Fall mal etwas anderes (und eine tolle Geschenkidee, ich hab mich sehr gefreut!), aber für den regelmäßigen (Langzeit-)Gebrauch eher mittelmäßig geeignet. Ich fand es schön zum ausprobieren, aber es ist doch irgendwie mehr eine Spielerei und einfach nicht so wahnsinnig praktisch... Leider! Das Gefühl auf der Haut mochte ich nämlich ganz gerne und Reinigungsleistung und Ergiebigkeit waren ja auch super!

Was mich noch interessieren würde sind die neuen Balea Duschschäume. Hat die schon jemand von euch getestet?

Benutzt ihr eher klassisch Duschgel/-creme oder experimentiert ihr da auch gerne mal?

Samstag, 16. April 2016

[HM '16] Mein erster Halbmarathon

Guten Morgen miteinander! Letztes Wochenende war der Tag, dem ich jetzt schon ein ganzes Jahr entgegen gefiebert habe, endlich da und ich bin meinen ersten Halbmarathon gelaufen!

Mit meinem Bericht möchte ich mal am Vortag anfangen. Da habe ich nämlich noch meine Startunterlagen abgeholt; vieles war in der Stadt schon aufgebaut, was mich ganz hibbelig gemacht hat. Insgesamt kam mir allerdings der ganze Tag total unwirklich vor, so als hätte ich ihn gar nicht richtig bewusst erlebt (ähnlich wie der Tag danach...).
Nunja, ich habe versucht mich bestmöglichst vorzubereiten, also alle Sachen rausgelegt und auch schon mein Frühstück vorgekocht. Ich hab mal wieder Hirsebrei gemacht, der mir leider nicht ganz so gut gelungen ist - evtl., da ich dieses Mal Goldhirse verwendet habe?
Das mir empfohlene Fußbad hab ich in der Aufregung ganz vergessen, dafür aber eine Fußmassage bekommen, die wahrscheinlich einen ähnlichen Effekt hatte ;)


Da ich mir keinen Stress machen wollte, ging der Wecker morgens schon um 6:30. Unter anderem habe ich noch ein kurzes Läufer-Aufwärm-Yoga-Video gemacht und darüber total vergessen, dass ich auch noch ein paar Übungen aus meinem Standard-Aufwärm/Dehn-Programm zusätzlich machen wollte... Um kurz vor 8 ging es dann los Richtung Startbereich, offiziell sollte es um 8:45 losgehen.

Was ich im Nachhinein wirklich blöd fand war die Sache mit dem einchecken. Laut Veranstalter sollte man bis spätestens 8:30 in seiner Box "einchecken" und mir war erst nicht klar, dass damit gemeint war, sich einfach dort hin zu stellen :D Beim ersten Mal kann man das aber wirklich nicht wissen, ein anderer Läufer hat zwischenzeitlich nämlich auch nachgefragt, wo man einchecken soll...
Jedenfalls wollte ich eigentlich noch  zur Toilette, aber die Schlangen waren endlos und ich war ja der Meinung, dass ich rechtzeitig einchecken muss und damit hatte ich direkt schlechte Laune... In der Startbox standen wir dann aber noch ewig und nachdem mir dann aufgefallen ist, dass viele Läufer auch noch später kommen und gehen, konnte ich zum Glück doch noch fix zur Toilette. Damit stand dem Start dann nichts mehr im Weg. Doch selbst danach hat es noch eine Weile gedauert, bis es dann losging.


Schließlich stand ich ja auch in der allerletzten Box, aber vorab hab ich das zeitlich überhaupt nicht einschätzen können. Ich will mir gar nicht vorstellen, wie das ist, wenn gleichzeitig noch die Marathonläufer starten, in Bonn ist das zum Glück nacheinander.
Kurz vor dem Start bin ich dann etwas durchgedreht und habe richtig gezittert (obwohl mir nicht kalt war), das war ein ziemliches Gefühlsdurcheinander...

Dann, um ca. 9:15, war es endlich soweit. Ich bin am Anfang von gefühlt allen anderen überholt worden, hab mich aber gut gefühlt und sehr auf den Lauf gefreut.
Die ersten 5-10 Kilometer liefen sehr gut; die Zeit verging schnell und ich hatte ein recht kontinuierliches Tempo. Meine Zwischenzeit war dann 1:10:40. Die Zuschauer waren natürlich auch der Wahnsinn - aber das auf der ganzen Strecke! Darüber könnte ich wohl einen gesamten eigenen Post schreiben...
Ich hatte mich übrigens dazu entschieden, mit einer kleinen Flasche zu laufen und dadurch haben mich die ganzen Trinkstände total kalt gelassen. Ich hatte das Gefühl, dadurch konnte ich mich noch etwas besser "konzentrieren", da ich wirklich dann getrunken habe, wann ich wollte.


Lediglich mein Magen hat mir ein wenig Probleme bereitet... Obwohl er das nicht war, hat er sich relativ leer angefühlt und gleichzeitig war mir durchgehend ein bisschen schlecht. Wirklich nur leicht, also auszuhalten, aber ich wusste immer nicht, ob ich besser mehr essen sollte oder nicht. Bei den Bananen hab ich mich letztendlich fast jedes Mal bedient, da ich mir fast sicher war, dass das Gefühl auch nicht weggeht, wenn ich nichts esse.

Ich muss sagen, so ab Kilometer 11-12 hab ich dann schon meine Beine leicht gemerkt und, dass ich etwas langsamer wurde. Schon da wurde mir klar, dass ich es nicht ohne Gehpausen schaffen würde, aber irgendwie war das plötzlich auch nicht mehr so schlimm.
Allerdings ist es etwas tricky, wenn man erst einmal damit angefangen hat... Die erste habe ich dann so bei Kilometer 13-14 gemacht. Und dann fing so langsam der Kampf an. Auf der Karte unten könnt ihr sehen, dass das auf dem Weg zum zweiten Wendepunkt war. Ich war heilfroh, als ich den erreicht habe, denn dieses Stück hat sich doch sehr gezogen. Kurz danach kamen auf der Gegenseite auch schon die ersten Marathonläufer angerast :D


Jedenfalls wurden die Stücke, die ich zusammenhängend gelaufen bin, immer kürzer. Ich musste mich echt zusammenreißen, aber meine Beine haben einfach ständig nach Pausen geschrien -.- Im Kopf habe ich mir immer so was gesagt wie "noch bis zu der Brücke/dem Schild läufst du, und dann wieder ab Markierung xy" und das hat dann bis zum Schluss ganz gut geklappt. Leider ging es nämlich dann wirklich bis zum Ende so. Selbst auf dem letzten Kilometer bin ich noch mal kurz gegangen. Das wollte ich eigentlich nicht, aber meine Befürchtung, den Zieleinlauf sonst nicht (laufend) zu schaffen, war größer.
Schon ab Kilometer 17/18 ungefähr war mir klar, dass ich meine Wunschzeit vergessen kann, wenn ich jetzt nicht weiter durchlaufe (selbst da hätte ich mich beeilen müssen!), aber meine Beine haben einfach nein gesagt. Und so war es mir definitiv lieber, als mich im Schneckentempo gequält laufend voran zu kämpfen.

Übrigens fand ich das Wetter optimal! Kein Regen, zunächst bewölkt, dann kam die Sonne raus, aber es war während dem Lauf auch nicht zu heiß. Dafür war es aber im Anschluss schön sonnig, so dass man den Nachmittag noch gut draußen ausklingen lassen konnte.
Witzigerweise genau wie letztes Jahr; ich erinnere mich noch genau daran, was für ein schöner Tag das war!


Kurz vor dem Ziel standen dann noch meine Eltern, die extra für den Tag her gefahren waren. Darüber hab ich mich sehr gefreut und nach einem kurzen Stück, auf dem ich versucht habe, noch mal Gas zu geben - wahrscheinlich war das noch langsam im Vergleich zum Anfang :D - hatte ich es dann mit einer Nettozeit von 2:32:46 ins Ziel geschafft :)

Letztendlich könnte man theoretisch sagen, dass ich keins meiner Ziele erreicht habe, aber erstaunlicherweise ist mir das sowas von egal :D Wenigstens die 2:30 hätte ich schon sehr gerne geschafft, aber ich bin auch so extrem stolz auf meine Leistung. Allein, dass ich die ganzen 12 Wochen über nicht aufgegeben habe und dann angetreten bin, ist ein voller Erfolg für mich!
Ich bin immer noch der Ansicht, dass ich eigentlich kein "Läufertyp" bin; es liegt mir nicht so sonderlich, aber ich mache es trotzdem. Einfach weil ich WILL! Und genau so WOLLTE ich unbedingt diesen Halbmarathon laufen - ob ich jetzt eine gute Figur dabei mache oder nicht. Ich will mir nicht den Spaß an einer Sache vermiesen lassen, nur weil ich es nicht so gut kann wie irgendjemand anders.

Nach dem Lauf  habe ich dann erst mal alle Leute schön verschwitzt gedrückt, so halbwegs angefangen zu weinen, dann ein Eis gegessen (mein erstes für dieses Jahr) und es so richtig genossen ♥
Das Verpflegungsdorf habe ich hingegen viel zu wenig ausgenutzt. Ich hatte erst mal gar keinen großen Appetit, aber ich wollte meine Begleiter ja auch nicht ewig lang allein lassen. Bei dem Angebot war echt für jeden was dabei, bei mir kam der Hunger dann allerdings erst am Abend.


Fast geschockt war ich davon, wie "gut" es meinen Beinen NACH dem Lauf ging. Ich dachte erst "wenn ich mich jetzt hinsetze, komme ich nicht mehr hoch", aber das war wirklich gar nicht der Fall. Erst abends und v.a. am nächsten Tag hat es mich dann erwischt. Einen schönen Gang hatte ich da sicherlich nicht :D Aber selbst das hatte ich mir schlimmer vorgestellt. Nach zwei Tagen bin ich sogar schon ein bisschen Fahrrad gefahren - mehr aus der Not heraus, aber es ging immerhin!
Glücklicherweise bin ich vollkommen schmerzfrei durch den Lauf gekommen!!! Die Tage danach hat mir das eine Knie ein wenig weh getan, aber nicht so wie ich das sonst schon beim Laufen hatte, sondern mehr im inneren Bereich. Solche Schmerzen hatte ich schon mal, wenn ich mir nachts das Bein/Knie irgendwie verdreht hatte, die haben aber nie lange angehalten.

Wenn ich mir auf manchen Bildern meine Beine ansehe, wundert mich das aber gar nicht. Da frage ich mich eher, wie ich da überhaupt ein paar Kilometer laufen kann, ohne über die eigenen Beine zu stolpern. Dabei versuche ich immer darauf zu achten, aber man selbst merkt sowas ja meistens nicht und im letzten Jahr ist es wohl kein Stück besser geworden... Es ist mir fast ein bisschen peinlich, wie komisch ich anscheinend laufe. Beim Hinsehen verknoten sich mir da ja schon die Beine:


Aber ein bisschen Unterhaltung darf hier ja auch nicht fehlen ;) Da kann man auch förmlich schon sehen, wo sich meine Schuhe als allererstes abnutzen...

Damit endet das Projekt HM 2016; stellt sich noch die Frage wie geht es jetzt weiter?
Für mich war das eigentlich (!) von Anfang an ein einmalige Sache. Mir war klar, dass das so eine Sache ist, die ich gern mal gemacht haben will, aber das wars dann auch. Wie gesagt, ich bin nicht unbedingt fürs Laufen gemacht. Und habe auch ehrlich gesagt auch nicht diese typische Läufer-Laufleidenschaft; dafür mag ich zu viele andere Sportarten zu gerne. Ich war mir sogar sicher, dass ich jetzt überhaupt das Laufen sehr zurückschrauben werde und mich erstmal diesen anderen Sachen mehr widmen will. Und selbst abends nach dem HM war ich noch genau der selben Ansicht.Ich weiß nicht, was es war, aber am nächsten Tag bin ich dann doch ins Grübeln gekommen. Auch wenn es mir ganz und gar nicht leicht gefallen ist, fand ich den Tag grandios und irgendwo in mir steckt wahrscheinlich auch der Ehrgeiz, es beim nächsten Mal besser zu machen. Andererseits muss ich zugeben, dass mir die ganze Vorbereitung (körperlich, mental, zeitlich,..) schon einiges abverlangt hat und ich weiß nicht, ob ich das noch mal "durchmachen" will. Es wird schließlich nie wieder DEN ERSTEN Halbmarathon geben. Ich kann mir gut vorstellen, dass es beim zweiten Mal eine ganz andere Erfahrung ist.
Mittlerweile bin ich noch sehr unentschlossen. Auch was das Laufen generell angeht. Eigentlich will ich meine hart erarbeitete Ausdauer jetzt auch nicht so schnell wieder verlieren. Diese Woche war ich aber jedenfalls noch nicht wieder laufen, was aber auch daran liegt, dass ich meinem Knie ein Päuschen gönnen wollte. Also mal schauen, wann es wieder so weit ist... Ich lasse mir das jetzt mal offen. Ausschließen möchte ich es mittlerweile auf keinen Fall, dass ich noch mal einen HM laufen werde, lediglich die volle Marathondistanz kommt für mich nicht in Frage.

Ich hoffe, ich habe nichts vergessen... Der Bericht war jetzt mal wieder sehr ausführlich, aber für mich war es ja auch definitiv ein sehr besonderer, aufregender und soweit einzigartiger Tag! Demnächst wird es hier dann wieder vermehrt Beiträge zu anderen Themen geben. Gerne könnt ihr mir auch eure Vorschläge/ Wünsche in die Kommentare schreiben.

NACHTRAG: Natürlich habe ich doch was vergessen ;) Schließlich wollte ich noch meine HM-Playlist mit euch teilen. Die Musik hatte ich nur leise an und ehrlich gesagt hab ich auf der Strecke anders als sonst beim Laufen auch gedanklich kaum was davon mitbekommen. An manchen Stellen hat es mir trotzdem ganz gut weitergeholfen und witzigerweise war mein Zieleinlauf dann tatsächlich beim letzten Lied - wobei der Text hier eher nicht so passend ist :D

Damit verabschiede ich mich ins Wochenende :) Liebe Grüße

Mittwoch, 13. April 2016

What I ate Wednesday

Bei mir gibt es zwar in letzter Zeit keine großartigen kulinarischen Experimente, aber vilt. interessieren euch auch meine ganz einfachen Alltagsgerichte.

Ich starte aber mal mit einem Essen meiner Mutter - das gab es bei uns an Ostern:


Ich gebe zu, man sieht gar nichts, bis auf die Käseschicht :D Darunter waren jedenfalls Cannelloni mit Spinatfüllung. Glücklicherweise war noch etwas Spinat übrig, den ich dann abends in einen grünen Smoothie packen konnte...
Ich selbst habe erst einmal Cannelloni gemacht und finde leider, der Aufwand lohnt sich nicht so wirklich dafür, dass man nachher (so wie bei Lasagne auch) überhaupt nichts mehr erkennt...


Auch auf dem Teller sieht es nicht so spektakulär aus, war aber sehr lecker!
Rechts (fast noch unspektakulärer) sind Crêpes, die ich schon eine ganze Weile nicht mehr gemacht habe. Am besten hat mir als Füllung Erdnussbutter + Rosinen geschmeckt ♥ Das esse ich momentan auch ständig aufs Brot!


Mein ganz einfaches Mittagessen von gestern: Feldsalat, Vollkornreis und Dinkel-Paprika-Bratlinge. Ich bin jetzt wieder dazu übergegangen mehr Vollkorn- statt Jasminreis zu essen. Nur die längere Kochzeit muss ich noch besser einplanen ;)


Die beiden Salate hier sind ganz ähnlich: Hauptsächlich aus Karotten, Zucchini, Knoblauch und Ingwer. Links in Kombination mit Bulgur (+ verbrannte Bratlinge), rechts mit Reis und Kidneybohnen.
Ich hab vor einer Weile einfach viel zu viel Ingwer gekauft und daher verwende ich ihn ständig - und er hält sich zum Glück noch!


Dieses Essen war ein echtes Highlight: Mie-Nudeln mit einer Gemüse-Tomatensoße. Die Schnittbohnen waren daran das allerbeste, fast die Hälfte hatte ich nach dem Kochen schon so verputzt... Ansonsten besteht die Soße noch aus Zucchini, Zwiebel, Knoblauch, passierten Tomaten und einigen Gewürzen (darunter Currypaste).


Ich hab zum ersten Mal dieses Jahr Erdbeeren gekauft; und für diese Zeit haben sie schon erstaunlich gut geschmeckt. Die meisten habe ich einfach so oder mit Joghurt gegessen, aber einmal sind sie auch im Salat gelandet - tolle Idee!!


... ein typisches schnelles Resteessen: Reispfanne mit Kidneybohnen, Spinat, Zucchini, Lauchzwiebel und einer Pesto-Ajvar-irgendwas-"Soße".

WIAW - New

Irgendwie fehlt mir schon seit einer Weile die Muse zum regelmäßigen ausgiebigen Kochen... Ich lasse mich also gerne von euren Ideen inspirieren. Was kocht ihr im Moment gerne?

Habt noch eine schöne restliche Woche; bis bald!

Freitag, 8. April 2016

[HM '16] Wochen 9 - 12

Es sind nur noch wenige Tage bis zu meinem Wettkampf und ich werde langsam richtig nervös. Gemischt mit riesiger Vorfreude!!!

Nachdem ich mit ein paar Problemen zu kämpfen hatte (Wochen 5-8), standen nun die letzten Trainingswochen an. Endspurt sozusagen...

Woche 9: 40 min + 4 Steigerungen / 65 min / (110 min)


Nachdem ich noch die 15 km aus Woche 8 nachgeholt hatte (s. vorheriger Post), hatte ich zwei Tage höllischen Muskelkater -.- Besonders Treppe runter oder einfaches Hinsetzten waren der Horror - die Läufer unter euch werden das sicher kennen ;) Einen der zwei kürzeren Läufe wollte ich daher auslassen und da die Steigerungen bei mir bisher nie so richtig hin gehauen haben, fiel die Wahl nicht schwer. Ich dachte auch, ein längerer Lauf ist sicher besser, da ich ja hauptsächlich noch meine Distanz ausweiten wollte.
Das war dann auch mein erster (und einziger!) Lauf im Training in meiner Heimat. Ich hatte richtig Respekt vor dem vielen auf und ab und es brauchte einiges an Überwindung. Habe dann meine uralten Laufschuhe rausgekramt, die ich genau für solche "Notfälle" aufgehoben hatte. Sehr überrascht war ich, dass ich dann trotz der vielen Höhenmeter tatsächlich 10 km in der Zeit geschafft habe. Das zeigte mir wieder dass ich bei solchen "kürzeren" Läufen mittlerweile gut klar komme und ich mich wirklich auf die Distanz konzentrieren sollte!
Den langen Lauf habe ich dann erst wieder zu Beginn der zehnten Woche geschafft... Hier bin ich bewusst sehr langsam los gelaufen, auch insgesamt langsamer gelaufen, dafür aber komplett durch! Und ich hab mich viel besser gefühlt!!! Ich merke immer wieder, dass es jetzt tatsächlich langsam an meiner Beinkraft hapert (als knapper Faktor quasi). Ausnahmsweise hat meine Ausdauer nämlich super mitgehalten, was wohl auch am langsamen Tempo lag.
Leider ist mir auch aufgefallen, dass es nun bei der Dauer/ den Distanzen kaum einen Unterschied mehr zwischen langem Lauf & "Wettkampf" gibt - was das Tempo, Beschleunigung u.ä. angeht. Für mich gilt es einfach durchzuhalten und im Bestfall ohne Gehpausen durchzukommen. Ich glaube nicht, dass ich gegen Ende mein Tempo steigern werden kann.

Woche 10: 35 min Intervall / 60 min / 120 min


Unglaublich, aber wahr. Zusätzlich zu dem langen Lauf Anfang der Woche habe ich noch weitere drei Läufe in der Woche unter bekommen!!! Und das, obwohl ich zu der Zeit meinen Bruder besucht habe. Daran sieht man, dass es auch anders gehen kann :)
Den Intervalllauf habe ich noch am Tag meiner Abfahrt fix abhaken können. Der einstündige Lauf war gefühlt überhaupt nicht gut. Der Tag war perfekt zum Laufen, aber mein Bauch hat etwas verrückt gespielt. Ich war froh, als ich es dann geschafft hatte. Für den zweistündigen Lauf sah es auch erst gar nicht gut aus, da wir am Vorabend spät weg waren und ich mittags noch etwas gerädert war...
Dann haben wir uns doch aufgemacht (mein Bruder hat mich tatsächlich begleitet ♥ ) und da ich unbedingt einmal um die Außenalter laufen wollte, stand dazu noch die Anfahrt mit dem Fahrrad an. Abgesehen davon, dass ich zwischendurch dringend eine Toilette aufsuchen musste :D und ab der Hälfte auf mich allein gestellt war, hat es sehr gut geklappt! Das Wetter war super schön und ich war zwar nicht sonderlich schnell, aber immerhin noch schneller als in Woche neun und nachher soooo unfassbar stolz und erledigt!!!


Ich denke, das war mit Abstand die erfolgreichste Woche im ganzen Training.
Tja und dann kam es leider so wie es kommen musste. Ich hatte anfangs schon Zweifel, wie ich Woche 11 bewältigen soll, da ich die halbe Woche über bei meinen Eltern sein sollte...

Woche 11: 8 km Wettkampf / 55 min / 130 Min

Ich hab eine komplette Woche ausgelassen :( Da ich mich die Woche zuvor so fest an meinen Plan gehalten hatte, hat mich das ziemlich runter gezogen, als es dann am Ende der Woche so aussah...
Zuerst hatte ich noch Muskelkater von Sonntag und dann hatte ich einen kleinen Fahrradunfall. Zum Glück ist dabei nichts schlimmes passiert und ich bin mit einem großen Schreck und einigen blauen Flecken davon gekommen. Aber Laufen gehen erschien mir so kurz danach auch nicht richtig - da mir das Fahrrad quasi aufs Schienbein gefallen war und das erstmal sehr geschwollen war. Ich kann wirklich von Glück sprechen, dass weiter nichts war; generell, aber auch in Bezug auf den HM!!!
Naja und dann war wie gesagt das Osterwochenende bei meinen Eltern. Und zugegebenermaßen wäre da wenigsten ein Lauf möglich gewesen. Aber irgendwie war ich dann richtig raus.. Ob es an dem Unfall lag, daran, dass es so kurz vom Wettkampf war oder an irgendwas anderem in meinem Kopf weiß ich nicht. Die Motivation war auch nicht mehr so richtig da und ich hab mich schon gefragt, wie es in Woche 12 weiter gehen soll.

Woche 12: 30 min Intervall / 60 min / (10 km 20 km Wettkampf)

Ich kann euch sagen: der 60-minütige Lauf war schon ganz und gar nicht einfach. Bis es überhaupt dazu kam, musste fast die komplette Woche vergehen. Ich hatte sogar zwei Mal schon meine Laufsachen angezogen (!!!) und es trotzdem nicht geschafft. Es klingt wahrscheinlich ziemlich blöd, aber das war eine totale Kopfsache und ich hatte (zurecht..) Bammel davor und hab es dadurch leider immer weiter aufgeschoben.


Erst freitags war es dann soweit. Als ich vor meiner Haustür stand und sie abgeschlossen habe, musste ich direkt lächeln! Der anschließende Lauf war allerdings wie erwartet sehr hart und erschreckend. Nach über 10 Tagen, in denen ich btw auch generell kaum sportlich aktiv war, kein Wunder. Zudem war es relativ warm und ich hatte sehr zu kämpfen. Und das gut eine Woche vor dem Halbmarathon! In Panik verfallen erschien mir auch nicht das richtige, aber die Gedanken sind natürlich im Hintergrund da. Ich war ziemlich langsam und kam mir noch viiiiel langsamer vor (aber schon krass, da das ja vor dem Training für mich ein ganz normales/ Durchschnittstempo war). Und ich hatte tatsächlich zwei Tage Muskelkater von diesem Lauf, der jetzt eigentlich nicht weiter schwer sein sollte...
Daraus ergab es sich dann auch, dass ich mir sonntags keine 20 Kilometer zugetraut habe und so bin ich in eine Zwickmühle geraten. Eigentlich wollte ich ja eine Woche vor dem Wettkampf pausieren, aber ich war überzeugt davon, diesen einen langen Lauf noch zu brauchen. Mindestens! Insgesamt fehlen mir ja eigentlich ganze zwei Wochen. Hilfe! Also lief es mal wieder (...) auf Montag heraus. Und ich fühlte mich montags zwar relativ unwohl, aber noch später wollte ich es auf keinen Fall werden lassen. Bis ich los gekommen bin, hat es dann wieder ein Weilchen gedauert, bzw. ich hab mir extra Zeit gelassen, da mir ziemlich flau im Magen war. Überhaupt passiert mir das diese Woche häufig. Obwohl ich ordentlich esse, bin ich nicht richtig satt, kann aber auch nichts mehr essen. Das ist wohl wirklich die Aufregung...
Jedenfalls war es von Anfang an eine Katastrophe. Schon auf den ersten 5 km musste ich mehrfach gehen (jetzt war plötzlich meine Ausdauer wieder das Problem) und überhaupt bin ich so langsam voran gekommen, dass es zum Verzweifeln war! Bei dem Tempo hätte ich aber nicht mal zeitlich die 20 km laufen können, da ich noch einen Termin hatte. Ich hab ständig überlegt "Kürzt du jetzt so ab? Oder läufst du noch bis da und da hin? Mal gucken wie weit ich komme. Vilt. sieht es in ein paar km anders aus? ....".  Sah es natürlich nicht -.- Nach 10 Kilometern ging es leider wirklich nicht mehr - und ihr könnt euch ja denken, was für ein Gefühl mir das für Sonntag gibt!
Lediglich mein Trinkproblem hat sich mit diesem Lauf wohl geklärt, da ich erstmals die Flasche in der Hand gehalten habe, was erstaunlicherweise gar nicht so übel war. Aber klasse, dass ich das erst beim letzten Lauf bemerke :D

Ich hab wirklich versucht, es etwas lockerer zu sehen. Und mal ein oder zwei Läufe weniger sind sicherlich kein Drama, aber so eine lange zusammenhängende lauffreie Zeit zeigt sich natürlich schon deutlich! Insgesamt hatte ich ja sogar zwei große Einbrüche und sehe dem Tag jetzt mit sehr gemischten Gefühlen entgegen.
Obwohl so einiges schief gelaufen ist, ist es für mich schon sehr viel, was ich ins Training investiert habe. Ich hab mir lange nicht vorstellen können, überhaupt so weit zu kommen. Und irgendwie fühlt es sich an, als würde sonst was auf dem Spiel stehen. Dabei mache ich das ja wirklich nur für mich! Aber es ist für mich persönlich irgendwie eine große Sache und deshalb hoffe ich, dass es kein Desaster wird... Ich hab mir jedenfalls geschworen, auf keinen Fall aufzugeben. Auch wenn ich wahrscheinlich meinen Vorsatz (keine Gehpausen) über Bord werfen muss, werde ich verdammt noch mal irgendwie ins Ziel kommen, und das unter der Vorgabe von 3 Stunden.
Vielleicht hätte ich doch nicht gegen Ende die kürzeren schnellen Läufe auslassen sollen, mich jedenfalls nicht IMMER für die längeren entscheiden sollen. Aber ich hab nun mal absolut keine Erfahrung damit, deshalb muss ich es jetzt wohl so lernen.


Das sind übrigens meine bevorzugten Snacks bei den langen Läufen gewesen. Mit Trockenobst komme ich wirklich gut klar und diese Obstriegel haben dazu die perfekte Form. Die mag ich überhaupt gern für unterwegs und das sind meine beiden Lieblingssorten. Außerdem werden sie nicht zum Problem, falls man sie nah am Körper trägt.

Ich hab nämlich auch ein paar Energieriegel aus dem Drogeriemarkt ausprobiert, aber das eigentlich nur wegen der Abwechslung. Schon in Normalzustand ist die Konsistenz sehr gewöhnungsbedürftig, aber wenn sie warm und damit weich werden, ist es wirklich grenzwertig. Ganz abgesehen davon, dass die Schokolade schmilzt. Überhaupt sind die geschmacklich meistens ein Reinfall (die Auswahl ist aber auch nicht so berauschend), aber am schlimmsten finde ich das Mundgefühl.


Man kaut echt ewig an einem Stück und hat das Gefühl, es verklebt den ganzen Mund... Da ist man dann mehr mit Kauen, Runterschlucken und Mundsäubern beschäftigt als mit Laufen :D

Ich hätte es nie gedacht, aber die Aufregung bringt mich mittlerweile fast um. Und ich bin mir sogar sehr sicher, dass das nur an den letzten zwei Wochen liegt, und damit irgendwie auch berechtigt ist. So kenne ich mich nämlich gar nicht, selbst bei meinen Abiturprüfungen war ich entspannter!

Damit ist jetzt vorerst Schluss mit Trainingsberichten. Ich hatte auch das Gefühl, dass sie nicht besonders gut angekommen sind, jedenfalls gab es nicht viel Resonanz. Ich kann mir aber auch gut vorstellen, dass die meisten diese ganzen Details überhaupt nicht interessieren. Für mich selbst war es aber sehr gut, den Verlauf des Trainings so genau festzuhalten.
Vilt. ist der ein oder andere aber jetzt trotzdem gespannt auf den Bericht zum Halbmarathon, der dann demnächst folgt. In weniger als 48 Stunden ist der ganze Spaß auch schon vorbei ;) Ich kann jetzt schon sagen, dass es soweit eine wahnsinnig bereichernde Erfahrung war!

Habt ihr noch Tipps zur Vorbereitung am Vor- oder Wettkampftag? Drückt mir die Daumen!!!

Dienstag, 5. April 2016

Der März im Rückblick

Das Ende der Semesterferien naht und es fühlt sich so unwirklich an, nächste Woche dann wieder "so richtig" zu studieren...

Das letzte Mal in einer Vorlesung saß ich nämlich irgendwann letzen Sommer und das kommt mir verdammt lange her vor. Mit dem März hat nun auch offiziell mein Bachelorstudium geendet, dabei fühlt es sich gar nicht wie das Ende von etwas an. Das liegt wohl daran, dass ich nun direkt mit dem Master weiter mache, die Uni nicht gewechselt habe und bis zuletzt noch vieles organisatorisches klären musste... Erst gestern hat sich alles geklärt und ich kann nun beruhigt dem Sommersemester entgegen sehen. Unter anderem habe ich auch gestern erst die Bewertung für meine Bachelorarbeit erhalten. Vilt. erinnert ihr euch noch daran, dass das im letzten Jahr ein echter Kampf für mich war...
Und diese immense Verzögerung hat mich dann zusätzlich beunruhigt, aber wie gesagt, jetzt ist alles gut und ich bin auch ganz zufrieden damit. Auch die Ferien haben sie dieses Mal irgendwie anders angefühlt. Sonst war ich meistens eine längere Zeit am Stück bei meinen Eltern, aber jetzt hatte ich das wegen des Lauftrainings (theoretisch...) immer so kurz wie möglich gehalten.


Theoretisch, ja! Theoretisch hätte ich mich jetzt besonders gut darauf konzentrieren können, besonders nach meiner letzten Klausur. Nachdem ich in Woche 8 einen ziemlichen Einbruch hatte, bin ich dann Mitte des Monats wieder rein gekommen. Zuletzt gab es dann aber noch eine Flaute und das, wo ich doch jetzt eigentlich Gas geben sollte, da der HM so kurz bevor steht - am Sonntag ist es so weit!!!
Der Vergleich zeigt wohl auch, dass da irgendwas nicht gestimmt hat. Ich bin definitiv zu wenig gelaufen für diesen letzten entscheidenden Monat. Und dabei wollte ich doch eigentlich das Training noch ausweiten (und von > 100 km war ich überzeugt!). Alles wirklich sehr ärgerlich und nur zum Teil gut begründet! Dafür bin ich zum ersten Mal in meinem Leben zwei Stunden am Stück durchgelaufen; und damit der HM-Distanz schon sehr nahe gekommen.
Über die letzten Trainingswochen werde ich in den nächsten Tagen berichten.

selbstgemachte Franzbrötchen
Insgesamt habe ich mich im März etwas gehen lassen. Wahrscheinlich war ich aber zu Beginn des Jahres auch einfach etwas übermotiviert. Denn auch die ZWOWs hab ich total schleifen lassen, aber da ich schon mit dem Laufen überfordert war, hab ich das erst mal aufgeschoben. Prioriäten und so... Größtenteils war das zwar kein zeitliches Problem, aber mich haben einfach andere Sachen beschäftigt. Nach dem HM will ich das auf jeden Fall weiter führen, es ist schließlich nur ein Workout pro Woche.

Noch eine ganz andere Sache, die ich in letzter Zeit gänzlich vernachlässigt habe - und damit meine ich leider nicht nur den März, sondern auch einige Monate vorher: Sonnenschutz. Erinnert ihr euch, dass ich das mehr in meinen Alltag integrieren wollte? Tja, das ist komplett fehlgeschlagen! Dabei hatte ich noch gegen Ende des Sommers diverse reduzierte Sonnencremes gekauft, so als kleine Motivation :D Aber nicht mal bei den langen Läufen hab ich mich letztlich daran gehalten und wenigstens hier wäre es wirklich angebracht gewesen. Wie sieht das bei euch in den kälteren Monaten aus?

"Erdbeercarpaccio", Tomate-Mozzarella, Brokkolisalat uvm.
Ansonsten bestand der März aus mehreren Geburtstagen und somit auch Feiern in der Familie. Damit verbunden - oh und Ostern kam auch dazu, wobei das bei uns nicht so stark zelebriert wird - jede Menge Essen... Besonders bei großer Auswahl an Kuchen und Torten kann ich schlecht nein sagen. Und auch beim Brunch an Karfreitag konnte ich als Vegetarier ausnahmsweise fast überall zugreifen. Weniger Sport, mehr Essen; ja, das war wohl meine Devise im letzten Monat :D

Relativ spontan war ich außerdem zu Besuch bei meinem Bruder♥. Dort war ich nach seit dem Einzug schon nicht mehr und es war die perfekte Gelegenheit, da er auch gerade sein Studium abgeschlossen hat :) Es war wirklich die perfekte Entspannung nach meinen Klausuren. Wir haben zusammen gekocht, sind Fahrrad gefahren und entlang der Alster laufen gewesen (traumhaft!). Ein bisschen gefeiert werden musste natürlich auch und es ist schon fast zu einer Tradition geworden, dass wir zusammen zum Poetry Slam gehen. Das habe ich übrigens erst durch ihn kennen gelernt, weil die Szene dort wirklich groß ist.


Diesen Monat fiel es mir ein bisschen schwer, auf fünf Lieblingslieder zu kommen. Keines davon hat mich so richtig den ganzen März über begleitet. Es sind größtenteils Neuentdeckungen, die sich aus einigen Stunden Zugfahrt in Verbindung mit spotify ergeben haben ;)

Rae Morris – Love again (Clean Bandit Remix)
Fall out Boy und Demi Lovato – Irresistible
Yall feat. Gabriela Richardson – Hundred Miles
Panic at the disco – I write sins not tragedies
Zebrahead – Falling Apart

Lediglich "Falling Apart" gehört zu meinen absoluten Alltime Favoriten! Es macht mir jetzt schon riesigen Spaß, meine 2016-Playlist durchzuhören, wie wird das dann erst Ende des Jahres sein...

Ostersonntag: Mokka-Sahne-Torte und jede Menge Ostersüßigkeiten
Noch ein Favorit - so unspektakulär es klingt: Tagesschau, genauer gesagt der gleichnamige YouTube-Kanal, wo täglich zwei Sendungen hochgeladen werden. Seit ich ausgezogen bin bekomme ich leider immer weniger vom Weltgeschehen mit. Zuvor war das durch Fernsehen und Radio gar nicht zu denken, wenn ich mich auch kaum aktiv darum bemüht habe.
Da ich aber weder einen Fernseher noch ein Radio oder Auto habe, fällt das nun alles weg und auch das anfängliche übers-Internet-Radio-hören wurde mittlerweile von spotify verdrängt... Selbst meine liebste Radiosendung höre ich zu 99% nur noch als Podcast. Naja, bei Youtube bin ich allerdings sowieso viel unterwegs und so bin ich wenigstens nicht gänzlich uninformiert. Auch wenn ich ehrlich gesagt nicht der größte Fan von Nachrichtensendungen bin.



So, ich werde mich jetzt passend zu dem heutigen tristen Wetter mit einer Tasse Tee und einem Buch ins Bett verziehen... Was waren eure Favoriten im März?
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