Dienstag, 26. April 2016

Kleine Tour durchs Siebengebirge

Letzte Woche ergab sich die perfekte Gelegenheit, um in die "Wandersaison 2016" zu starten und so hab ich nach der morgendlichen Vorlesung meine Sachen gepackt und hab mich aufgemacht.

Ich war zwar im letzten Jahr schon ein paar mal Wandern, aber jetzt bin ich zum ersten Mal alleine losgezogen. Nach dem HM brauchte ich schließlich ein neues Abenteuer :D Das hat anfangs etwas Überwindung gekostet, aber ich bereue es überhaupt nicht. Erstaunlicherweise sind mir im Laufe des Tages einige Leute begegnet, die auch alleine unterwegs waren und damit habe ich mich nur bestätigt gefühlt.

Es war so schönes Wetter und mit dem Siebengebirge vor der Tür bietet sich so eine Tour einfach an ♥ Ein bisschen beruhigt hat es mich auch, dass ich den Weg (umgekehrt) vor knapp einem Jahr bereits gegangen bin. Nun wollte ich aber nicht die ganze Etappe gehen, sondern hauptsächlich erneut den tollen Ausblick vom Geisberg genießen und dann im besten Fall auch noch auf den Petersberg.


Für diesen Bericht ist das natürlich ein bisschen schade, da ihr im Grunde nichts neues zu sehen bekommt. Da muss ich euch leider auf weitere zukünftige Wanderungen vertrösten...

Wie gesagt war es für zunächst ein mulmiges Gefühl, aber als ich erstmal richtig auf dem Rheinsteig angekommen war, hatte sich das auch so gut wie erledigt. Es war dann nur noch die pure Freude darüber, dass ich losgegangen bin und mir nicht im letzten Moment noch anders überlegt habe. Es war richtig toll, mal wieder aus der Stadt und überhaupt der Zivilisation raus zu kommen und nur Natur um sich zu haben.

Dementsprechend war ich so ziemlich am Dauergrinsen, erst recht als ich es dann auf den Geisberg geschafft hatte. Da oben ist es sooo schön! Man konnte erstaunlich weit gucken und dank überdachtem Pavillon auch geschützt vor der Prallen Sonne sitzen. Dort habe ich dann eine längere Pause eingelegt, ein wenig gelesen und mir mein Mittagessen schmecken lassen.


Ich muss schon sagen, dass es noch wärmer war als erwartet. Bereits nach meiner Anfahrt habe ich von Top + Langarmshirt zum T-Shirt gewechselt und ich war echt heilfroh, die Sonnenbrille dabei zu haben.

Dann ging es eine Weile bergab, bis der Aufstieg zum Petersberg anstand. Der ist ganz schön steil und ich hatte ein bisschen Respekt davor. Ich war zwar schon dort, aber zu zweit ist das was ganz anderes, zumal mir da oft mein Gepäck abgenommen wurde :) Ich hatte aber ohnehin keinen allzu schweren Rucksack gepackt.
Als ich das 1,8km-Schild gesehen habe, hab ich mir für das Stück noch leise Musik auf die Ohren gepackt und mich dann liederweise vorgekämpft. Ihr glaubt gar nicht, wie lang 1,8 Kilometer sein können :D

oben angekommen
Übrigens bin ich auf der ganzen Tour ein paar Mal vom Weg abgekommen. Irgendwann kommen aber immer wieder Wegweiser und man findet zurück. Oder aber man wirft den Plan über den Haufen und sieht irgendwas anderes. Schlimmstenfalls muss man eben einen Umweg gehen; so oder so ist das aber gar kein Problem.

Jedenfalls, wenn man wie ich an dem Tag absolut keinen Zeitdruck hat. Ich hab mir wirklich Zeit gelassen! Schließlich geht es dabei ja auch nicht darum anzukommen - oder um es ganz klischeehaft auszudrücken: Der Weg ist das Ziel ;)


Leider kann ich das alles mit meiner kleinen Digitalkamera nicht im geringsten festhalten. Ich hoffe aber, ich konnte euch wenigstens einen Einblick in meine Wanderung geben.
Herausgekommen bin ich schließlich wie geplant (nimm das, Orientierungslosigkeit!) in Oberdollendorf. Die Ecke hat mir echt gut gefallen, sehr schöne Häuser, Gärten und Gassen ♥

Mein Fazit: Ich will überhaupt nicht leugnen, dass man sich zu zweit sicherer fühlt! Es könnte ja irgendetwas passieren, bei dem man sich selbst nicht helfen kann. Wenn das auch alles sehr unwahrscheinlich ist - ängstliche Menschen wie ich werden wissen was ich meine.
Dennoch habe ich vorab ein wenig darüber gelesen und es stimmt wohl, dass die Wahrscheinlichkeit höher ist, dass mir abends allein in der Stadt irgendwas passiert - was häufiger mal der Fall ist.


Bei mir überwiegt da einfach die Vorfreude auf die Wanderung und das will ich mir nicht nehmen lassen. Ich glaube man macht sich darum einen zu großen Kopf und letztendlich ist es halb so wild. Zudem gibt mir im Moment der Rheinsteig noch ein gewisses Sicherheitsgefühl. Ich glaube, solange ich da noch nicht alle interessanten Strecken abgegangen bin, wird das mein go-to-Wanderweg bleiben. Die Strecke ist ja recht bekannt und demnach gibt es auch reichlich Wegweiser, Karten etc. unterwegs und man trifft auch immer mal wieder andere Wanderer. Übrigens waren das in meinem Fall hauptsächlich Senioren; wirklich bewundernswert, ich würde in dem Alter gerne auch noch solche Ausflüge machen!

Falls ihr also schon immer mal gerne wandern gehen wolltet, kann ich euch nur dazu ermutigen, es auch in die Tat umzusetzen, ob mit oder ohne Begleitung. Man sollte sich vorab natürlich informieren, kann sich aber auch ggf. später noch mit Karten oder GPS helfen. Und wenn man sich mal verläuft, ist das absolut kein Grund zu verzweifeln.
Vilt. habe ich ja dem ein oder anderen Lust auf eine Frühlingswanderung gemacht :)

Was macht ihr denn so an den schönen sonnigen Tagen, wenn ihr Zeit habt?

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