Mittwoch, 10. August 2016

Ausgelesen im Juni & Juli

Es ist allerhöchste Zeit für einen neuen Bücherpost! Die letzten beiden Monate waren diesbezüglich bei mir leider nicht sehr erfolgreich...

Im Juni habe ich drei Bücher gelesen; wobei zwei davon sehr dünn waren und ich sie nur innerhalb der letzten paar Tage gelesen habe ;) Hauptsächlich war ich mit Harry Potter und der Orden des Phönix beschäftigt - dem längsten Teil der Reihe


Der Band hat mir sehr gut gefallen; es gibt einfach so ein paar Dinge, die ich immer mit diesem Teil verbinde. So z.B. der gemeinsame Groll gegen Umbridge, die DA, Okklumentik und natürlich die Prophezeiung. Man kann sich wie ich finde, sehr gut in die Geschichte herein versetzen und merkt förmlich die vorherrschende Unsicherheit und wie sich die ganze Zaubererwelt in zwei Lager spaltet. Sehr spannend jedenfalls; inkl. trauriger, aber auch vieler Momente, die dem eigenen Gerechtigkeitssinn gut tun ;) Von mir gibt es 4,5 Sterne; um ein paar Seiten hätte man es meiner Meinung nach noch kürzen können.

Als nächstes habe ich Fette Vögel gehen öfter fremd von Gunther Müller gelesen. Das Buch hatte ich mir mal geliehen, bin aber ehrlich gesagt schon etwas skeptisch heran gegangen.
Genau wie ich es mir gedacht habe tue ich mich als (angehender) Wissenschaftler beim Lesen etwas schwer.


Es werden nacheinander einzelne "skurrile" Studien aus verschiedenen Kategorien vorgestellt; wie auch immer man auf diese Idee kommt, denn ein Zusammenhang zwischen alldem existiert nicht. Ich finde es einfach problematisch aufgrund von einer einzelnen Studie solche "Erkenntnisse" aufzustellen.
Was mich jedoch richtig gestört und regelrecht genervt hat: An X Stellen finden sich immer Rechtfertigungen warum das Buch lesenswert ist, was daran so witzig ist etc. Das hat meiner Meinung nach in einem angeblich humorvollen Buch nichts zu suchen.
Der Höhepunkt war dann der Satz im Nachwort/Dank: "Die Überzeichnungen und Zuspitzungen sind eine Reaktion auf das fundamentale Spaßdefizit der deutschen Forschungsgemeinschaft". Ich wüsste ja gerne mal, wie der Autor darauf kommt, so eine Behauptung aufzustellen. Ich finde jedenfalls, das geht überhaupt nicht!
Ich vergebe für das Buch nur 1,5 Sterne, denn es hat mich wirklich nicht überzeugen können. Ich hatte hier das Gefühl, dass man um jeden Preis irgendwas lustiges veröffentlichen wollte (was ja auch an jeder möglichen Stelle dazu geschrieben wurde!). So ganz ohne Kontext ist das aber irgendwie daneben gegangen...


Wer kennt es nicht? Der kleine Prinz von Antoine de Saint-Exupéry. Ich selbst hatte es tatsächlich noch nie gelesen. Wieder eine Lücke geschlossen ;)
Es ist eine schöne Geschichte und gerade mit den Bildern in dieser Ausgabe auch toll gemacht. Dafür, dass das Buch so bekannt und allseits beliebst ist, hatte ich aber doch irgendwie noch mehr erwartet. Umgehauen hat es mich nicht und ich bin auch nicht der Meinung, dass man es unbedingt gelesen haben sollte. Sorry an alle Fans ;) Klärt mich bitte auf, was hier die Faszination ausmacht. Von mir gibt es 3 von 5 Sternen.

Im Juli ging es dann los mit einer meiner rebuy-Errungenschaften: Der Patient von John Katzenbach - mein erstes Buch des Autoren.


Obwohl die Situation, in der sich der Protagonist hier befindet, alles andere als gewöhnlich ist, und sich geradezu nach Hochspannung angehört hatte, hat mich sein Schicksal komischerweise von Anfang an nicht richtig packen können. Ich wusste lange nicht, warum. Ich glaube mittlerweile, dass es daran liegt, dass man so wenig über ihn weiß. Es war für mich schwer, Mitgefühl zu entwickeln, ohne überhaupt zu wissen, wer der Mensch dahinter ist. Dazu kommt, dass er in keinster Weise mit sozialen Kontakten interagiert; es gibt niemanden, der ihm wirklich etwas bedeutet. Für mich war das ziemlich suspekt und sehr schwer mich da hinein zu versetzen.


Abgesehen davon war mir im Verlauf der Geschichte nicht alles ganz schlüssig. Bei mir haben sich da ein paar Unklarheiten/ Fragen entwickelt und somit wurde es noch etwas uninteressanter.
Die Auflösung war dann schließlich... naja, etwas vorhersehrbar und gleichzeitig etwas unspektakulär; einfach nicht zufriedenstellend. Das Motiv des Täters ist einfach in diesem Ausmaß nicht nachvollziehbar - ohne spoilern zu wollen klingt das jetzt sicher ziemlich wirr ;) Ich vergebe 3,5 Sterne und hoffe, dass man anderes Buch von John Katzenbach da noch etwas mehr zu bieten hat!

Das nächste und damit schon das letzten Juli-Buch: Im Sog der dunklen Mächte von Philip Kerr. Sehr ungewöhnlich für mich, aber dennoch habe ich es mal aus dem Bücherschrank mitgenommen. Es spielt 1938 in Berlin und gerade der geschichtliche Hintergrund war für mich das spannendste am Buch!


Ich muss nämlich zugeben, in bin in Geschichte nicht sehr bewandert. Irgendwie hat es der Autor aber geschafft, dass ich sogar diverse Namen und Ereignisse nachgeschaut habe und mich noch etwas genauer eingelesen habe. Ich muss sagen, dass mich die Geschichte selbst nicht annähernd so sehr interessiert hat wie generell der Kontext drittes Reich/ Nazideutschland.
Da es aber meiner Meinung nach in einem Roman hauptsächlich darum gehen sollte, kann ich auch hier nur 3 Sterne vergeben. Vielleicht war es auch genau so beabsichtigt; mir hat allerdings der rote Faden gefehlt, die eigentliche Geschichte wurde hier etwas nebensächlich behandelt.

Mein Juli war leider sehr vollgepackt (mehr davon im kommenden Rückblick), weshalb das Lesen viel zu kurz gekommen ist. Gerade stecke ich wieder mitten in der Klausurenphase; wenn ich sowieso die meiste Zeit am Lesen & Grübeln bin, bleibt die Lust am freizeitlichen Lesen häufig aus und ich mache irgendwas aktiveres zum Ausgleich...
Dazu kommt, dass ich gerade in letzter Zeit nicht sonderlich viel Glück mit meiner Bücherauswahl hatte - oder bin ich zu anspruchsvoll? 

Schreibt mir gerne eure Buchempfehlungen in die Kommentare! Bis bald :)

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